Ludwigsburg | 05. März 2018

Bietigheimer Handballer zünden Feuerwerk

SG BBM gewinnt gegen Eintracht Hagen 36:25 (17:9) und untermauert Aufstiegsambitionen – Döll und Schmidt besonders stark

Bietigheim-Bissingen. Mit einer Gala-Vorstellung untermauerte die SG BBM ihren zweiten Platz. Der in den letzten Wochen als Favoritenschreck aufgetretene VfL Eintracht Hagen war in der Ege Trans-Arena chancenlos und unterlag den wie aufgedreht spielenden Bietigheimern mit 25:36 (9:17.

Hartmut Mayerhoffer hatte seine Defensive perfekt auf den Eintracht-Rückraum eingestellt. „Es war klar, dass Hagen über die Rückraumpositionen extrem gefährlich ist. Diese Stärke wollten wir ihnen wegnehmen“, so der SG-Trainer und verordnete seinem Team eine offensive 6:0-Abwehr. Ein Volltreffer. Hagen fand kein Durchkommen und wenn doch, dann war der überragende Domenico Ebner zur Stelle.

Hinten brannte nichts an, vorne zündete Bietigheim ein Feuerwerk. Bereits nach fünf Minuten stand es 5:1, nach zwölf 9:3. Allein fünf Tore gingen bis dahin auf das Konto von Martin Marcec. „Seit der Vertragsverlängerung dreht er richtig auf“, freute sich BBM-Geschäftsführer Bastian Spahlinger. Marcec selbst spielte seinen Klasseauftritt herunter. „Wichtig ist, dass wir als Mannschaft funktioniert und gewonnen haben“, meinte der Kroate.

Hagens Trainer Niels Pfannenschmidt nahm beim 9:3 bereits seine zweite Auszeit, wechselte zudem den früheren kroatischen Nationaltorhüter Dragan Jerkovic ein. Stoppen konnte dies die Gastgeber nicht. Mit starken Angriffsaktionen blieb die SG auf Kurs. Dazu trugen auch drei sehenswerte Rückraum-Tore des eingewechselten Linkshänders Dominik Claus bei.

Neun Treffer in acht Minuten

Zur Pause lag Bietigheim 17:9 vorn. Die von Hagen nach dem Wechsel erhoffte Aufholjagd verhinderte die SG. Christian Schäfer per Siebenmeter, der von Jan Asmuth beim Gegenstoß herrlich freigespielte Patrick Rentschler und Jan Döll per Kontertor erhöhten schnell auf 20:9. Hagens Trainer nahm seine letzte Auszeit, um sein Team neu zu instruieren. Zunächst fruchteten seine Hinweise. Der VfL konnte den Rückstand bis zum 23:15 leicht verringern – um danach im Gegenstoß-Festival der SG unterzugehen. Mit neun Treffern in acht Minuten zog Bietigheim auf 32:17 davon. Dabei taten sich Jan Döll und Valentin Schmidt besonders hervor, zudem verwandelte Christian Schäfer seine Siebenmeter eiskalt.

In der Schlussphase wechselte Mayerhoffer die wegen der verletzungsbedingten Ausfälle mehrerer Spieler aus der zweiten Mannschaft hochgezogenen Anton Heling und Moritz-Lukas Lanig ein. Die durften mit dem überragend spielenden Team in den letzten Minuten die stehenden Ovationen der restlos begeisterten Fans genießen.

SG BBM: Ebner, Müller; Haller (3), Heling, Rentschler (4), Claus (3), Schäfer (8/4), Schmidt (5), König (1), Barthe (2), Asmuth, Döll (4), Emanuel (1), Marcec (5), Lanig.

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