Handball
Bietigheim-Bissingen | 07. August 2018

Bietigheims Männer siegen, Frauen landen auf Platz zwei

Starkes Wochenende für Bietigheims Handball-Bundesligisten. Die SG-Frauen wurden in Wittlich hinter Frankreichs Meister Metz Zweiter, die Männer gewannen überraschend das Turnier in Merzig durch einen 26:22-Endspielsieg gegen das französische Topteam USDK Dunkerque.

Zurück auf dem Feld: SG-Spielerin Maura Visser (links). Foto: Eibner
Zurück auf dem Feld: SG-Spielerin Maura Visser (links). Foto: Eibner

Auf dem Weg ins Finale des Vorbereitungsturniers räumten die Handballer der SG BBM Bietigheim zunächst den Drittligisten VTZ Westpfalz aus dem Weg (20:14). Überraschend traf das Viadukt-Team in der zweiten Partie nicht auf Bregenz, sondern mit Dansenberg auf einen weiteren Drittligisten. Die Pfälzer hatten der österreichischen Spitzenmannschaft zuvor beim 13:7 keine Chance gelassen. Die SG war gewarnt, spielte konzentriert und zog mit einem 19:14-Sieg ins Endspiel ein.

Frankreich ist derzeit das Maß der Dinge im Welthandball. Gleich drei der vier Teilnehmer am Final Four der Champions League kamen aus dem Land des Weltmeisters. Entsprechend stark ist die französische Liga einzuschätzen, in der Bietigheims Finalgegner USDK Dunkerque zuletzt Platz sechs belegte. Auf dem Weg ins Finale hatte Dunkerque mit den Ludwigshafener „Eulen“ einen Bundesligisten ausgeschaltet. Das beeindruckte Bietigheim nicht.

Genauso wenig wie die zahlreichen Nationalspieler und überharte Gangart der Franzosen, die sich schon in der ersten Halbzeit eine Blaue und Rote Karte einfingen. Aus dem 4:0-Blitzstart der SG wurde bis zur Pause eine 12:6-Führung. Die geriet im zweiten Durchgang nicht mehr in Gefahr. „Das lag an einer gegenüber den letzten Spielen deutlich verbesserten Angriffsleistung“, freute sich Teammanager Jens Rith.

Für Robin Haller hatte er ein Sonderlob parat. „Einfach unglaublich was der im Finale nicht nur wegen seiner acht Tore gespielt hat.“ Trainer Bader atmete auf: „Es ist toll, dass wir uns nach den harten Trainingstagen mit einem so positiven Ergebnis belohnt haben.“

Die SG-Frauen erwischten in Wittlich einen perfekten Start. Der Schweizer Meister Spono Eagles wurde bis zur Halbzeit überrollt. Die Enzstädterinnen führten nach den ersten 20 Minuten 19:7, gewannen am Ende 33:21. Ein geglücktes Comeback feierte Maura Visser. Die zeigte nach ihrer Babypause großen Torhunger und wurde mit sieben Treffern zur erfolgreichsten Spielerin der Partie. Im Spiel um den Gruppensieg war Bietigheim dem Bundesliga-Rivalen Bayer Leverkusen überlegen. Glückten zunächst Luisa Schulze mehrere Tore vom Kreis, so netzten danach vor allem Charis Rozemalen und Angela Malestein ein. Zugang Daniela Gustin sorgte beim 23:13 für die erste 10-Tore-Führung. Danach schaltete der Vizemeister einen Gang zurück, ohne dass der 27:20-Sieg in Gefahr geriet.

Halbfinalgegner war der Buxtehuder SV. Der BSV hatte in der Vorrunde gegen Metz verloren, aber durch ein 20:19 gegen Metzingen den Sprung unter die letzten Vier geschafft. Dort war für die Dritten der letzten Bundesligasaison Endstation. Bietigheim dominierte und zog mit einem 28:20-Erfolg ins Endspiel ein.

Wie die Männer so spielten auch die SG-Frauen im Finale gegen ein französisches Team. Auch das Ergebnis war fast identisch (26:21), allerdings ging Bietigheim gegen Metz als Verlierer vom Feld.

Zunächst agierte aber der deutsche Vizemeister erfolgreicher und lag kurz nach der Pause schon 13:8 vorn. Begünstigt durch BBM-Zeitstrafen konnte Metz eine Aufholjagd starten. Vor allem die deutsche Nationalspielerin Xenia Smits brachte die Lothringerinnen wieder ins Spiel. Mit einem 10:3-Lauf kippte Metz die Partie, gewann am Ende 26:21. BBM-Coach Martin Albertsen war dennoch zufrieden. „Dinah Eckerle wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt und Maura Visser war nach meiner Meinung die beste Feldspielerin. Von unserer Leistung bin ich begeistert. Obwohl wir einige Spielerinnen nur dosiert einsetzen und auf die leicht verletzte Karolina Kudlacz-Gloc verzichteten, zeigten wir starke Spiele.“ (joh)

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