Handball
Bönnigheim | 14. August 2017

Bönnigheim bietet Sieger Neckarsulmer SU die Stirn

Eine Werbung für den Handball waren die Bönnigheimer Turniere. Beim Stromberg-Cup siegte die Neckarsulmer SU, den Joker Jeans Cup gewann Wacker Thun. Der Schweizer Pokalsieger rehabilitierte sich damit für die 25:34-Niederlage im Einlagespiel gegen die SG BBM Bietigheim.

Starker Einstand: Felix König (l.) von der SG BBM im Einlagespiel gegen den Joker Jeans-Cupsieger Wacker Thun (mit Viktor Glatthard). Fotos: Baumann
Starker Einstand: Felix König (l.) von der SG BBM im Einlagespiel gegen den Joker Jeans-Cupsieger Wacker Thun (mit Viktor Glatthard). Fotos: Baumann
Im Finale des Stromberg-Cups setzt sich die Neckarsulmer Sportunion (am Ball Clemens Borchardt) gegen TSV Weinsberg durch.
Im Finale des Stromberg-Cups setzt sich die Neckarsulmer Sportunion (am Ball Clemens Borchardt) gegen TSV Weinsberg durch.

Einen guten Eindruck hinterließ das Team des Gastgebers. Der Landesligist, beim samstäglichen Stromberg-Cup das klassentiefste Team, zeigte sich vor allem in der Abwehr verbessert und leistete dem Oberligisten Neckarsulm (14:16) sowie den Verbandsligisten Leonberg-Eltingen (15:18) sowie Remshalden (15:15) energischen Widerstand.

Bönnigheims neuer Trainer Sven Kaiser schöpft aus dem beherzten Auftritt seiner Mannschaft viel Optimismus: „In der Landesliga wollen wir zu den fünf besten Mannschaften gehören“, so die Saisonprognose des 33-Jährigen, der als Spieler in Langenau von Bietigheims Coach Hartmut Mayerhoffer trainiert wurde.

Zum dritten Mal hat die TSF Ditzingen den Sprung aus der Landes- in die Württembergliga geschafft. Stets folgte postwendend der Abstieg. Den will Jörg Kaaden diesmal verhindern. „Wir haben zwar einige Leistungsträger verloren“, bedauert der 39-jährige Trainer, „setzen aber auf unsere Heimstärke. In der letzten Saison haben wir alle 14 Heimspiele gewonnen. Daran wollen wir anknüpfen.“

Beim Stromberg-Cup fehlten der TSF urlaubsbedingt wichtige Spieler. Dennoch gab es einen 23:21-Sieg gegen den Ligarivalen Schwaikheim. In den Partien gegen den Oberligisten Weinsberg (11:13) und den Verbandsliga-Konkurrenten Schmiden (21:23) setzte es knappe Niederlagen. Das Endspiel um den Stromberg Cup wurde zum Unterländer Derby: Die Neckarsulmer SU gewann das spannende Finale gegen den TSV Weinsberg mit 15:14. Im Spiel um Platz 3 siegte Schmiden gegen Remshalden.

SG BBM in guter Verfassung

In guter Form zeigte sich eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt die SG BBM Bietigheim. Der Zweitligist ließ Wacker Thun beim 34:25 im Einlagespiel keine Chance. Die SG präsentierte sich erstmals mit allen fünf Neuzugängen. Die Stärken von Torhüter Jürgen Müller, Linksaußen Martin Marcec und Kreisläufer Panagiotis Erifopoulus zeigten sich schon in den letzten Wochen. Linkshänder Dominik Claus ist nach langer Verletzungspause wieder im Kommen.

Seine SG-Premiere feierte Felix König. Der Neuzugang aus Balingen glänzte als Spielmacher und dreifacher Torschütze. „Mit seiner Erfahrung ist er ganz wichtig für uns“, freut sich SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer, der den klaren Sieg relativierte: „Thun ist eine richtig gute Mannschaft, hat aber erst jetzt wieder mit dem Training begonnen.“ Wacker konnte nur bis zum 5:5 mithalten, dann zog die SG dank guter Abwehrarbeit bis zur Pause auf 17:10 davon. Auch im zweiten Durchgang dominierte Bietigheim, führte 26:16 und 32:21. Erfolgreichster Schütze war Christian Schäfer mit zehn Treffern, darunter neun verwandelten Strafwürfen.

Gestern jubelte dann Wacker Thun. Der eidgenössische Pokalsieger erreichte zwar bei Punktgleichheit mit dem Ost-Drittligisten TV Großsachsen nur wegen des besseren Torverhältnisses das Finale um den Joker Jeans-Cup, ließ dort aber dem TSB Horkheim (3. Liga Süd) beim 19:14 keine Chance. Im Duell zweier Drittligisten holte sich Großsachsen gegen Fürstenfeldbruck den 3. Platz.

von paul herbinger
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