Handball
Bietigheim-Bissingen. | 10. September 2018

Die Löwen machen einen Klassenunterschied sichtbar

Die Bundesliga-Handballer der SG BBM Bietigheim kassieren im vierten Saisonspiel die vierte Niederlage. Beim 21:36 gegen die Rhein- Neckar Löwen kann das Team nur in den ersten acht Minuten richtig mithalten.

Der beste Werfer der SG, Jonas Link (links), gegen Jesper Nielsen.Foto: Baumann
Der beste Werfer der SG, Jonas Link (links), gegen Jesper Nielsen.Foto: Baumann

Handgestoppte acht Sekunden lag die SG BBM Bietigheim gegen die Rhein-Neckar Löwen in Führung. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten fanden die Löwen allerdings in ihr Spiel und überrollten die Bietigheimer mit 36:21 (20:11).

Jonas Link brachte die Bietigheimer vor euphorischen 2723 Zuschauern in der Ege Trains-Arena mit dem ersten Treffer der Partie in Front. Besagte acht Sekunden später glich Mads Mensah Larsen allerdings für die Löwen aus. Mit viel Anlauf schweißte der Gäste-Angreifer den Ball an Keeper Domenico Ebner vorbei in die Maschen – und deutete bereits an, welche Gewalt die Bietigheimer aus dem Löwen-Rückraum zu erwarten haben.

Trotz alledem: In den ersten Minuten hielten die Gastgeber gut mit und ließen den haushohen Favoriten aus Mannheim nicht davon ziehen. Robin Haller, Dominik Claus und Vetle Rønningen hielten die Löwen bis zum 5:6 in Schlagdistanz. „Das Spiel war in den ersten Minuten sehr schnell“, merkte auch der kritische Löwen-Trainer Nicolaj Jacobsen an und richtete lobende Worte an das Team von Ralf Bader: „Bietigheim hat da sehr gut gespielt.“

Dass die Rhein-Neckar Löwen, nach dem dritten Spieltag mit makelloser Bilanz von drei Siegen in die Ege Trans-Arena gereist, eine Nummer zu groß für die punktlosen Bietigheimer sind, zeigte sich ab der 9. Spielminute. Fünf Tore in Serie mussten die in der Bundesliga punktlosen Bietigheimer einstecken. „Wir hatten vielleicht etwas zu viel Respekt in der Abwehr“, bemängelte Bader nach Spielende.

Bis zur Halbzeit sah er, wie sein Team besonders gegen Mensah Larsen kein Gegenmittel fand. 11:20 lag die SG beim Gang in die Pause zurück.

„Trotzdem bin ich froh, dass die Jungs in der zweiten Halbzeit richtig Mut gefasst haben“, war Bader keineswegs enttäuscht von seinem Team. Besonders Jonathan Fischers Defensivleistung hob er dabei hervor. In der Offensive machte ein anderer Bietigheimer auf sich aufmerksam. Jonas Link ließ dem starken Gästekeeper Andreas Palicka siebenmal keine Chance und war der beste Werfer der Partie. So etwas wie eine Aufholjagd konnten die Schwaben aber nicht mehr starten. Zu gut waren dafür die Löwen, die in der zweiten Hälfte sogar ihre besten Leute um Andy Schmid und Mensah Larsen schonten. Nationalspieler Patrick Groetzki stand nur ganz kurz auf dem Feld, Gedeon Guardiola und Gudjon Sigurdsson kamen überhaupt nicht zum Einsatz.

Doch auch die zweite Garde der Löwen demonstrierte, zu was sie in der Lage ist. Vladan Lipovina (5 Tore) und Filip Taleski (3) zeigten der SG-Verteidigung ihre Grenzen auf. Zudem netzte Jerry Tollbring mehrfach per Tempogegenstoß zum am Ende standesgemäßen 36:21-Endstand.

Viel leichter wird es für die SG nun nicht. Als Nächstes geht es zum THW Kiel. „Da dürfen wir nicht als Fans hinfahren und müssen alles reinlegen“, so Bader.

SG BBM: Ebner, Müller – Haller (1), Vlahovic, Claus(1), Schäfer (1/1 Siebenmeter), Schmidt (5/5), Oehler, Rønningen (1), Link (7), Asmuth, Döll (1), Schwarz, Weber (1), Marcec (1), Fischer (2).

Philipp Böhl
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Handball-Tabellen
Sporttabellen Handball