Ludwigsburg | 25. August 2018

Favorit auf den Lotto-Cup kommt aus Holland

Am Wochenende messen sich 16 Frauenteams in Ludwigsburg – Stark besetztes Handballturnier geht in 27. Auflage

Manuela Brütsch.Foto: Baumann
Manuela Brütsch.Foto: Baumann

Tierisch gut: Beim 27. Lotto-Cup des SV Oßweil kämpfen am Wochenende (25./26. August) auch Tiger, Bären, Hornissen und Vipern um den Turniersieg. 16 Frauenhandball-Teams aus fünf Ländern mischen beim bundesweit herausragenden Turnier in der Barockstadt mit. Favorit ist der holländische Europacup-Teilnehmer V&L Geleen, dessen stärkste Konkurrenten aus der Bundesliga kommen.

Von den 30 in den beiden Bundesligen spielenden Frauenmannschaften sind neun – also knapp ein Drittel – beim Turnier des SV Oßweil dabei. Angeführt wird das Teilnehmerfeld von vier Erstligisten: den Vipers Bad Wildungen, den Flames der HSG Bensheim-Auerbach, den Schwaben Hornets des TV Nellingen und der Neckarsulmer SU.

Noch nie ein ausländischer Sieger

Turnierfavorit ist aber V&L Geleen. Als EM-Zweiter, WM-Dritter und Olympia-Vierter haben die Niederlande bei den letzten Großereignissen für Furore gesorgt. Mit dem Meisterschaftsdritten V&L kommt eine Top-Mannschaft der Ehrendivision nach Ludwigsburg. Das auch im Europacup spielende Team aus Geleen könnte eine der längsten Serien im Frauenhandball beenden. Seit 27 Jahren gibt es den Lotto-Cup, noch nie gab es einen ausländischen Turniersieg!

Gleich neun Bundesligisten, davon vier aus dem Oberhaus, treten an, um die deutsche Erfolgsserie fortzusetzen. Gute Aussichten haben vor allem die Vipers aus Bad Wildungen. Der letztjährige Finalist baut auf ein Gerüst starker holländischer Nationalspielerinnen. Dazu kommt mit der Schweizerin Manuela Brütsch eine der besten Bundesliga-Torhüterinnen und mit der Rumänin Laura Vasilescu eine der erfolgreichsten Torjägerinnen der letzten Jahre. „Oranje“ steht auch bei den Flames aus Bensheim-Auerbach hoch im Kurs: Sanne Hoekstra und Sara van Gulik feierten mit Holland große Erfolge. Enorm verstärkt hat sich die Neckarsulmer SU, die jetzt von Pascal Morgant trainiert wird. Neu bei den Unterländerinnen sind unter anderem Ana Pavkovic (Dalfsen/NL), Michelle Goos (Buxtehude), Louisa Wolf (Nellingen), Nicole Roth (Bietigheim), Irene Espinola Perez (Dortmund) und Roberta Ivanauskait (Fredericia/DK).

Viermal und damit öfter als alle anderen aktuellen Lotto-Cup-Teilnehmer gewann der TV Nellingen das Turnier. Was kann die neu formierte Mannschaft des TVN erreichen? Gespannt sind die Fans vor allem auf die internationalen Neuzugänge der Schwaben Hornets: Die Tschechin Sarka Marcikova und die Schweizerin Catherine Csebits sind zwei von über 40 Nationalspielerinnen, die beim Lotto-Cup zum Ball greifen. Aus der 2. Bundesliga sind die Kurpfalzbären Ketsch, die Trierer Miezen, die Tigers des VfL Waiblingen, der BSV Sachsen Zwickau und Aufsteiger HSG Gedern-Nidda am Start. Vor allem Ketsch scheint in der Lage, den Favoriten ein Bein zu stellen.

Neben den vier Bundesligisten und V&L Geleen mischen drei weitere Mannschaften mit, die in ihren Heimatländern in der höchsten Klasse spielen. Aus der Schweiz ist dies GC Amicitia Zürich, aus Österreich SSV Dornbirn-Schoren und aus Tschechien Sokol Pisek. Dornbirn, zuletzt Vierter in der Women Handball Austria League, könnte durchaus den Einzug in die Finalrunde schaffen.

Paul Herbinger
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