Ludwigsburg | 15. September 2017

Gast im Elbflorenz des Handballs

Die SG BBM Bietigheim spielen heute Abend beim Dresdner Zweitliga-Aufsteiger

Hartmut Mayerhoffer. Foto: Baumann
Hartmut Mayerhoffer. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Semperoper, Zwinger, Frauenkirche – das sind nur drei der vielen Dresdner Highlights. Seit dieser Saison kommt ein weiteres dazu: Spitzenhandball. Um die sächsische Metropole machten die Bundesligisten stets einen großen Bogen. Dresden war ein weißer Fleck auf der Handball-Karte. Das ist jetzt anders. Am Freitag, 19.30 Uhr, gastiert die SG BBM Bietigheim beim Zweitliga-Aufsteiger HC Elbflorenz.

Hartmut Mayerhoffer war bisher erst einmal aus privaten Gründen in Dresden. „Eine sehr schöne Stadt“, erinnert sich Bietigheims Trainer, der vor allem auf die nagelneue, futuristisch anmutende Ballsport-Arena gespannt ist: „Nach allem, was man hört, eine tolle Halle.“ Mit Platz für 3000 Fans und einer Weltneuheit. LED-Lampen lassen unter einem Glasboden die Spielfeldlinien aufleuchten.

Viel Zeit zum Staunen wird der SG aber nicht bleiben. Elbflorenz bevorzugt ein hohes Spieltempo und hat in der 2. Liga schon einige Ausrufezeichen gesetzt. In den ersten drei Spielen gab es zwar noch keinen Sieg, doch bei der knappen Auftaktniederlage beim Bergischen HC war Dresden auf Augenhöhe mit dem Titelkandidaten. Es folgten Unentschieden gegen Wilhelmshaven und zuletzt beim hoch eingeschätzten VfL in Bad Schwartau.

„Kein normaler Aufsteiger“, ordnet Mayerhoffer den Gegner ein, der sich enorm verstärkt hat. „Die haben viel Geld in die Hand genommen“, staunt der BBM-Coach über Transfers des HCE. Neuzugänge wie der tschechische Nationalspieler Roman Becvar (kam aus Leipzig) und Torhüter Mario Huhnstock (Erlangen) lassen den Schluss zu, dass Dresden die 2. Liga nur als Durchgangsstation auf dem mittelfristig angepeilten Weg ins Oberhaus betrachtet.

Dresden (2:4) hat bisher stark gespielt, ist aber im Gegensatz zu Bietigheim noch ohne Sieg. „Mit den bisher 4:2 Punkten kann ich gut leben“, freut sich Mayerhoffer, „unser Saisonstart war gut, darauf können wir aufbauen.“ An diesem Wochenende werden gleich vier Zähler vergeben. Die Partie an der Elbe ist für Bietigheim der Auftakt zum Doppelspieltag. Am Sonntag erwartet Bietigheim in der MHP Arena Ludwigsburg die SG Saarlouis (15.30 Uhr).

Ungeliebte Doppelspieltage

Die Freitag-Sonntag-Spiele sind nicht Mayerhoffers Ding. Er hat sich aber damit arrangiert, denn „es gehört mittlerweile zum Wettbewerb“. Saarlouis ist aber noch weit weg. Zunächst steht nur das Spiel in Dresden im Fokus. Der SG-Trainer erwartet einen intensiven Kampf. „Eine schwere Aufgabe. Wir müssen die dynamische Spielweise von Elbflorenz in den Griff bekommen und durch gutes Rückzugsverhalten verhindern, dass Dresden zu leichten Kontertoren kommt.“

von paul heringer
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