Handball
Ludwigsburg | 28. August 2018

Im Siebenmeterwerfen holen Vipers den Lotto-Cup

Hochspannung im diesjährigen Lotto-Cup. Ein Siebenmeterwerfen musste den zweitägigen Handball-Marathon entscheiden. Die HSG Bad Wildungen hatte im Finale das Glück auf seiner Seite und gewann mit 20:18.

Jubel bei der HSG Bad Wildungen nach dem Gewinn des Finales um den Lotto-Cup 2018. Fotos: Baumann
Jubel bei der HSG Bad Wildungen nach dem Gewinn des Finales um den Lotto-Cup 2018. Fotos: Baumann

Im hochklassigen Finale zwischen den „Vipers“ der HSG Bad Wildungen und den „Flames“ aus Bensheim-Auerbach stand es nach der regulären Spielzeit 16:16. Im Siebenmeterwerfen hatten die Nordhessen mehr Trefferglück. Sabine Heusdens versenkte den entscheidenden Wurf zum 20:18 und ließ die „Vipers“ jubeln.

Aus fünf Ländern waren 16 Mannschaften zum Lotto-Cup des SV Oßweil nach Ludwigsburg gekommen. Den Sieg machten die deutschen Teams unter sich aus. Nach der Vorrunde hatten sich die vier Erstligisten Bad Wildungen, Bensheim-Auerbach, Neckarsulm und Nellingen für die Finalrunde der besten acht Teams qualifiziert. Das schafften auch die Zweitligisten Ketsch, Zwickau und Waiblingen sowie als einziges internationales Team V&L Geleen aus den Niederlanden.

Den Holländerinnen, die im Land des WM-Bronzemedaillengewinners Meisterschaftsdritter wurden und auch im Europacup starten, war der erste ausländische Sieg beim Lotto-Cup zugetraut worden. In Sachen Spielwitz, Tempo und Technik war Geleen durchaus spitze. Gegen die körperlich überlegenen Bundesligisten reichte das aber oft nicht aus. Dennoch war V&L eine Bereicherung. Wie wertvoll selbst ein siebter Rang beim Lotto-Cup ist, bewiesen Geleen und Waiblingen, die sich im Platzierungsspiel ein Klasse-Duell bis hin zu Verlängerung und Siebenmeterwerfen lieferten.

Von den vier Erstligisten blieb in der Finalrunde Nellingen auf der Strecke. Dafür überraschte Zweitligist Zwickau. Die Sächsinnen zeigten an beiden Turniertagen starke Vorstellungen und zogen mit ihrem geradlinigen Spiel und der körperlich starken Abwehr verdient ins Halbfinale ein. Dort war dann gegen Bad Wildungen Endstation.

Auch im zweiten Halbfinale war Spannung Trumpf. Neckarsulm hielt die Partie gegen den Ligakollegen Bensheim-Auerbach lange offen. Im Endspurt konnten die „Flames“ von der Bergstraße noch eine Schippe drauflegen und mit 18:15 ins Endspiel einziehen.

Das Finale war einfach klasse. Mehrfach wechselte die Führung. Zunächst lagen die von ihren vielen lautstark trommelnden Fans unterstützten „Vipers“ vorn, dann übernahm Bensheim dank der Wurfkraft von Carolin Schmele sowie seiner starken Holländerinnen Sanne Hoekstra und Sarah van Gulik die Regie.

Beim 15:12 sahen die „Flames“ fünf Minuten vor dem Ende wie der Sieger aus. Bad Wildungen stellte aber auf eine 4:2-Abwehr um, eroberte mehrfach den Ball und ging mit einem 4:0-Lauf beim 16:15 wieder in Führung. Der in letzter Minute erzielte 16:16-Ausgleich durch Julia Maidhof hielt Bensheim die Chance auf den erstmaligen Gewinn des Lotto-Cups offen.

Die als Lokalmatador mitspielende Drittligamannschaft der SG BBM Bietigheim schlug sich ausgezeichnet. Das junge Team schaffte in sieben Turnierspielen drei Siege und belegte in der B-Runde den elften Rang. Dominik Dinkel, stellvertretender Fachbereichsleiter im Sportamt der Stadt, überreichte den Pokal an das siegreiche Team.

Endstand des 27. Lotto-Cups

1. HSG Bad Wildungen, 2. HSG Bensheim-Auerbach, 3. Neckarsulmer SU & Sachsen Zwickau, 5. Kurpfalzbären Ketsch, 6. TV Nellingen, 7. Waiblingen Tigers, 8. V&L Geleen (NL), 9. HSG Freiburg, 10. HSG Gedern-Nidda, 11.SG BBM Bietigheim 2 & HCD Gröbenzell, 13. Sokol Pisek (CZ), 14. Trierer Miezen, 15. SSV Dornbirn-Schoren (A), 16. GC Amicitia Zürich (CH).

Paul Herbinger
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