Handball
Ludwigsburg | 21. Oktober 2017

Kristiansand verlässt sich auf Katrine Lunde

Die Fußballer aus Leipzig haben es vorgemacht. In der Champions League glückte den „Bullen“ im dritten Spiel der erste Sieg. Den streben auch die Bietigheimer Handballerinnen bei ihrer dritten Partie an. Die Aufgabe ist aber ungleich schwerer.

Von Rostow Don zurück in ihrer Heimat Kristiansand ist die 37-jährige Torfrau Katrine Lunde Rückhalt ihres Teams.Foto: Baumann
Von Rostow Don zurück in ihrer Heimat Kristiansand ist die 37-jährige Torfrau Katrine Lunde Rückhalt ihres Teams.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die SG BBM muss in Norwegen antreten, trifft in Kristiansand gegen die Vipers auf den Tabellenzweiten aus dem Land des Weltmeisters. Nur nicht untergehen – so die Hoffnung manches BBM-Fans angesichts des Spielortes Aquarama in der Nähe des Hafens.

Am letzten Wochenende wurde dort Buducnost nass gemacht. Die Montenegrinerinnen, am ersten Spieltag noch klarer Sieger gegen Bietigheim, kassierten bei den Vipers eine herbe 19:29-Schlappe. Torhüterin Katrine Lunde wurde zur besten Spielerin der Partie gekürt, ihre Mitspielerinnen verneigten sich vor der 37-Jährigen. In der vergangenen Saison stand Lunde viermal auch der SG im Weg. Im EHF-Cup hütete sie noch das Tor von Rostow Don und war maßgeblich daran beteiligt, dass Bietigheim in diesen Partien kein Sieg glückte.

Im Sommer wechselte die erfolgreichste aller aktuell in der Champions League spielenden Handballerinnen (unter anderem je zweimal Weltmeister und Olympiasieger) zurück in ihre Heimatstadt Kristiansand. Dort führt sie zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Kristine die talentierteste Mannschaft Norwegens an. Mit Katrine Lunde, Linn Jorum Sulland, die gegen Buducnost neunmal traf, Jeanett Kristiansen, Kari Skaar Brattset und Emilie Hegh Arntzen stehen gleich fünf Vipers-Spielerinnen im Kader für die WM, bei der die „Norsker“ als Titelverteidiger in Bietigheim antreten werden.

Bietigheim flog bereits am Freitag in den hohen Norden. Bei einer Niederlage würden die Chancen auf das Erreichen der zweiten Runde deutlich schwinden. BBM-Trainer Martin Albertsen hofft aber auf einen ähnlichen Effekt wie beim EHF-Cup. „Da haben wir auch schlecht begonnen, aber die Wende geschafft und sogar das Finale erreicht.“ Die Außenseiterrolle behagt dem Dänen: „Vielleicht ist es gut, dass niemand etwas von uns erwartet. Aber wir haben nichts zu verlieren und werden alles geben. Wir können für die Überraschung sorgen.“

von paul herbinger
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