Nellingen. | 16. April 2018

Routiniers sichern SG-Frauen den Sieg

Bietigheimer Handballerinnen haben beim TV Nellingen lange Probleme, bleiben aber auf Kurs

Karolina Kudlacz-Gloc.Archivfoto: bm
Karolina Kudlacz-Gloc.Archivfoto: bm

Bietigheim bleibt auf Champions League-Kurs. Das Derby bei den „Schwaben Hornets“ gewann die SG trotz einiger Aussetzer mit 31:29. Aus den letzten fünf Spielen werden vier Siege benötigt, um Platz zwei zu sichern.

Um das Ziel zu erreichen, bedarf es aber einer Leistungssteigerung. In Nellingen tat sich Bietigheim enorm schwer und konnte den Erfolg erst in den letzten 15 Minuten sichern. Das ohne die erkrankte Luisa Schulze angetretene Viadukt-Team schien den TVN anfangs überrennen zu wollen. Nach einem Blitzstart lagen die Gäste schnell 5:1 vorne. Bis zum 7:3 nach zwölf Minuten nahm das Derby den erwarteten Verlauf.

Weil sich Ungenauigkeiten ins BBM-Spiel einschlichen, Fehlpässe, Fehlwürfe und zwei vergebene Siebenmeter für Unruhe sorgten, konnten die motiviert zu Werke gehenden Nellingerinnen nicht nur zum 8:8 ausgleichen, sondern beim 9:8 durch Annika Blanke nach 20 Minuten erstmals in Führung gehen.

Die ließen sich die „Hornets“ bis zur Pause auch nicht mehr nehmen. Das lag vor allem an Lena Sophia Degenhardt. Die 18-jährige Jugendspielerin wurde mit ihren schnörkellosen Rückraumwürfen und dynamischen Körpertäuschungen zum Schrecken der SG-Abwehr. Dabei kannte die insgesamt achtfache Torwerferin keine Angst vor großen Namen. Beim 15:13 tanzte sie Karolina Kudlacz-Gloc aus, die sich nur durch ein Foul zu helfen wusste und eine Strafzeit kassierte.

Gastgeber führt zur Halbzeit

Nellingen führte beim Wechsel überraschend 16:15, scheiterte aber anfangs des zweiten Durchgangs mehrfach an der starken Valentyna Salamakha. Das eröffnete Bietigheim Konterchancen. Wie schon zu Beginn des Spiels glückte der SG ein 5:1-Lauf zum 20:17. Auch die nächsten zehn Minuten waren eine Kopie der ersten Hälfte. Nellingen profitierte von BBM-Fehlern und schaffte eine Viertelstunde vor Schluss den 22:22-Ausgleich.

Bei Bietigheim rissen nun die Routiniers das Spiel an sich. Karolina Kudlacz-Gloc rackerte für zwei, holte einige Strafwürfe heraus. Anna Loerper verwandelte die Siebenmeter eiskalt, spielte zudem mehrfach Mille Hundahl frei, die von Rechtsaußen sicher vollstreckte.

Hornets versuchen alles

Auch die Abwehr funktionierte nun besser und Martin Albertsens Damen setzten sich auf 30:25 ab. Trotz der fünf Tore Vorsprung war der Sieg aber vier Minuten vor dem Ende noch nicht im Sack. Die „Hornets“ setzten alles auf eine Karte und kämpften sich auf 31:29 heran. Es hätte noch enger werden können, aber eine Minute vor dem Abpfiff parierte die eingewechselte Nicole Roth einen Siebenmeter der TVN-Torjägerin Louisa Wolf und beendete damit das Zittern bei der SG. (joh)

SG: Salamakha, Wester, Roth; Biltoft (2), Lauenroth (3), Smeets, Ivancok, C. Woller (1), Kudlacz-Gloc (5), Hundahl (6), Loerper (10/9), F. Woller (4), Patorra.

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