Handball
Ludwigsburg | 22. Oktober 2018

Rückschlag für die SG BBM in der Champions League

Rückschlag für die Bietigheimer Frauen. Zum Abschluss der Champions League-Vorrunde unterlag die SG gegen Ferencváros Budapest mit 25:28. Mit nunmehr 3:3 Punkten belegt Bietigheim hinter CSM Bukarest und FTC Budapest (je 4:2 Punkte) den dritten Platz der Gruppe D.

Die Bietigheimerin Angela Malestein (am Ball) wird von der Budapester Abwehr (rechts Nadine Schatzl) hart attackiert. Foto: Baumann
Die Bietigheimerin Angela Malestein (am Ball) wird von der Budapester Abwehr (rechts Nadine Schatzl) hart attackiert. Foto: Baumann

Die Szene nach dem Schlusspfiff war symptomatisch: Ferencvaros gab den Ton an. Geschlossen stand das FTC-Team in der MHP-Arena vor dem Block mit den rund 200 ungarischen Fans. Die stimmten das Vereinslied an und feierten ihre Mannschaft für einen verdienten Erfolg.

Zuvor hatte Budapest auch auf dem Parkett dominiert. Mit einer schnellen 5:2-Führung, zu der die Spanierin Nerea Pena Abaurrea vier Treffer beisteuerte, schockte der Gast die SG. Nach einer Auszeit schien Bietigheim die Partie in den Griff zu bekommen. Vor allem Laura van der Heijden ging gegen ihren früheren Verein auf Torjagd und war maßgeblich daran beteiligt, dass das BBM-Team mit einem 6:0-Lauf einen 8:5-Vorsprung herauswerfen konnte (13.).

Zur Stabilisierung trug dieser Zwischenspurt nicht bei. Gegen die bewegliche FTC-Abwehr, die aus ihrer 6:0-Formation heraus immer wieder offensiv nach vorne ging und Bietigheims Angreifer verunsicherte, suchte die SG vergeblich ihren Rhythmus. Dennoch lag das Viadukt-Team zur Pause 14:13 vorn.

Da die SG den zweiten Durchgang in Überzahl beginnen durfte, hofften die 1777 Fans auf eine Vergrößerung des Vorsprungs. Aber Angela Malestein und Fie Woller scheiterten von den Außenpositionen. Auf der Gegenseite nutzten Nadine Schatzl und Noemi Hafra ihre Chancen besser. Nach dem 15:14 für den ungarischen Vizemeister konnte Laura van der Heijden zwar nochmals zum 15:15 egalisieren, dann entglitt Bietigheim das Spiel. Mit drei Treffern in Serie brachte die gerade 20 gewordene Hafra, die im linken und rechten Rückraum für Gefahr sorgte, FTC 18:15 in Führung. Budapests achtfache Torwerferin wehrte das auf sie einprasselnde Lob ab. „Wir haben als Mannschaft gespielt und gewonnen. Dass ich so oft getroffen habe, war ein Verdienst des gesamten Teams.“

Den Rückstand, der bis auf fünf Tore anwuchs (17:22, 19:24, 21:26), konnte die SG nicht mehr wettmachen. Das lag vor allem an Budapests Rückraum, der mit gut strukturierten Angriffszügen zu Torerfolgen kam. Auf Bietigheimer Seite endeten zu viele Angriffe mit Ballverlusten. Chancen wurden oft von Zsofi Szemery verhindert, die im zweiten Durchgang ins FTC-Tor kam. „Ein starker Wechsel“ lobte BBM-Trainer Martin Albertsen, der in den Szemerys Paraden einen der Schlüssel für Budapests Sieg sah.

SG: Eckerle, Salamakha; Visser (2/1), Rozemalen, Lauenroth (1), Ivancok, Loerper (1), van der Heijden (5), Schulze (3), Kudlacz-Gloc (2), Naidzinavicius (4/2), Woller (3), Gustin (2), Malestein (2), Braun. (joh)

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