Frauen-Handball
Bietigheim-Bissingen | 15. März 2018

SG BBM gibt sich in der Bundesliga nicht geschlagen

Einseitiges Schwabenderby in der Bietigheimer Viadukthalle: Die SG BBM tritt gegen den Gast aus Neckarsulm wie ein Bundesliga- Spitzenteam auf. In der Tabelle bringt der souveräne 26:20 (14:7)-Erfolg aber keine Veränderung.

Nele Reimer (l.) und Lena Hoffmann (r.) versuchen vergeblich, die Bietigheimerin Karolina Kudlacz-Gloc (Mitte)amWurf zu hindern.Foto: Baumann
Nele Reimer (l.) und Lena Hoffmann (r.) versuchen vergeblich, die Bietigheimerin Karolina Kudlacz-Gloc (Mitte)amWurf zu hindern.Foto: Baumann

Tabellenführer Thüringer HC verteidigte seine Position mit einem hart erkämpften 36:30-Heimsieg gegen die HSG Blomberg-Lippe. Fünf Punkte trennten die beiden führenden Bundesliga-Mannschaften vor dem Mittwochabendspiel, bei fünf Punkten Rückstand blieb es für die SG BBM trotz engagierter Leistung auch nach der Schlusssirene.

Nach dem versöhnlichen Abschied aus der Champions League-Hauptrunde und einem begeisternden 27:23-Sieg über den FTC-Rail Cargo Hungaria fanden die Bietigheimer Handballerinnen im Schwabenderby schnell zurück in den Bundesliga-Alltag.

Zwar ging der von der Ex-Bietigheimerin Annamaria Ilyes trainierte Tabellendrittletzte aus Neckarsulm durch zwei Treffer von Nele Reimer in Führung. Nach dem 3:3-Ausgleich durch Neuzugang Anna Loerper fanden die favorisierten Gastgeberinnen aber in die Spur.

Karolina Kudlac-Gloc wechselte sich mit Anna Loerper als Torschützin ab, dank einer ebenfalls treffsicheren Angela Malestein schraubten die Bietigheimerinnen den Vorsprung bis zur 24. Minute auf sieben Tore (12:5). Zur Halbzeit hieß es 14:7 für die SG BBM.

Wie anfällig das Team von Trainer Martin Albertsen nach wie vor ist, zeigte der Auftakt in die zweite Spielhälfte. Seline Ineichen und Luisa Gerber verkürzten für die NSU auf 14:9, wenig später verwarf Antje Lauenroth einen Siebenmeter.

Schon begannen die Nerven der SG-Spielerinnen zu flattern. Reimer, mit zehn Treffern erfolgreichste NSU-Schützin, traf zum 14:10, Loerper handelte sich eine Zweiminuten-Strafe ein und schon hieß es 14:11. Erst die Auszeit, die Albertsen nahm, brachte nach dem 12:14-Anschluss wieder Sicherheit ins Spiel der Gastgeberinnen.

Bis zur 43. Minute hatte die SG den Sechtore-Vorsprung (20:14) auch dank einer Dreierserie von Mille Hundahl wiederhergestellt.

In der Schlussphase ließen die Bietigheimerinnen nichts mehr anbrennen. Mit weiteren Treffern von Lauenroth und Loerper brachten sie den 26:20-Erfolg sicher nach Hause.

Für das Albertsen-Team folgen nun die Wochen der Wahrheit. Bereits am Samstag geht es zur HSG Blomberg-Lippe, danach gegen den Spitzenreiter Thüringer HC (31. März) und schließlich zum nächsten Derby gegen Metzingen (7. April).

SG BBM: Roth, Salamakha; Lauenroth (2), Smeets (1), Ivancok (1), C. Woller (2), Schulze, Kudlacz-Gloc (4), Hundahl (4), Loerper (8/2), F. Woller (1), Malestein (3).

von andreas Steimann
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