Handball
Ludwigsburg | 16. Oktober 2017

SG BBM misslingt Heimpremiere

Im Champions-League-Spiel gegen Metz Handball ist der französische Meister eine Nummer zu stark für die Frauen der SG BBM Bissingen. Mit 26:30 unterliegt das Team von Trainer Martin Albertsen auch im zweiten Gruppenspiel.

Bietigheims Karolina Kudlacz-Gloc versucht, sich im Angriff gegen die Metz-Verteidigerinnen Manon Houette und Grace Zaadi Deuna zu behaupten. Foto: Baumann
Bietigheims Karolina Kudlacz-Gloc versucht, sich im Angriff gegen die Metz-Verteidigerinnen Manon Houette und Grace Zaadi Deuna zu behaupten. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Frauen der SG BBM Bietigheim verlieren auch ihr zweites Spiel in der Handball Champions League vor 1238 Zuschauern gegen den französischen Rekordmeister Metz Handball mit 26:30 .

„Wir haben heute mehr gegen Bietigheim gespielt als gegen Metz“, brachte Trainer Martin Albertsen die Gründe für die Niederlage im ersten Champions-League-Heimspiel des deutschen Meisters auf den Punkt. Mit 0:4 Zählern rangiert die SG nun auf dem letzten Platz der Vierergruppe, da gleichzeitig Kristiansand den BBM-Bezwinger Buducnost mit 29:19 abfertigte.

Von Beginn an gaben die Lothringerinnen den Ton an. Die schnellfüßige 6:0-Abwehr stellte den BBM-Angriff vor große Probleme. Mehrfach verlor die SG den Ball und kassierte bis zum 1:3 drei Kontertore. Immerhin konnte Bietigheim bis zum 8:10 durch Angela Malestein den Anschluss halten. Dann zündete Metz den Turbo. Die vielen Fehler der ohne Selbstvertrauen agierenden Heimmannschaft rächten sich. Vor allem die überragende Xenia Smits war kaum zu halten. Mit einem Rückraumkracher, ihrem bereits fünften Tor, sorgte die deutsche Nationalspielerin nach 24 Minuten für das 8:15. Zur Halbzeit stand es 12:17 für den 21-fachen französischen Meister.

„Wir müssen unseren Vorsprung gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit vergrößern, um Bietigheim keine Chance zu einer Aufholjagd zu geben“, beschwor Gästetrainer Emmanuel Mayonnade sein Team in der Pause. Gesagt, getan: Die starke Spielmacherin Grace Zaadi Deuna versenkte einen Hüftwurf, dann spielte sie Laurisa Landre frei, die mit dem 12:19 früh für eine Vorentscheidung sorgte. In der Folge lag die SG ständig mit fünf bis acht Toren hinten. Dass der Rückstand nicht noch größer wurde, war Kim Naidzinavicius zu verdanken. „Weltklasse, ein echter Kapitän, der vorangeht“, lobte BBM-Coach Albertsen die zehnfache Torwerferin.

Aber Naidzinavicius stand fast allein auf weiter Flur. Daher lag die SG auch nach 52 Minuten noch mit 20:28 zurück. Bietigheim kam zwar noch auf 24:28 heran, doch Metz blieb cool. Ana Gros machte mit dem 24:30 den Sieg der „Drachen“ perfekt. Cecilie Woller und Kim Naidzinavicius beendeten mit den Treffern zum 26:30 ein für die SG enttäuschendes Spiel.

„Alles, was wir uns vorgenommen hatten, ist geglückt“, jubelte Xenia Smits nach der Partie. Die 23-Jährige war mit acht sehenswerten Treffern die erfolgreichste Gästewerferin und stellte in der Abwehr mit Beatrice Edwige einen Block, an dem viele SG-Angriffe abprallten. BBM-Trainer Albertsen übernahm die Verantwortung für die Niederlage und haderte. „Das war nicht gut genug. Es kann nicht sein, dass so gute Spielerinnen so wie heute spielen.“

SG BBM: Wester, Salamakha; Biltoft, Rozemalen, Lauenroth (1), N. Müller, Smeets (2), Ivancok, C. Woller (1), Schulze (1), Kudlacz-Gloc (2), Naidzinavicius (10/5), Hundahl, F. Woller (1), S. Müller (3), Malestein (5)

von paul herbinger
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