2. Handball-Bundesliga
Bietigheim-Bissingen | 30. April 2018

SG BBM mit einem Fuß in Liga eins

Den Bietigheimer Handballern fehlt nur noch ein Sieg zum Aufstieg in die Bundesliga – 36:29-Sieg gegen Wilhelmshaven

Bietigheims Jan Asmuth (mit Ball) setzt sich gegen Wilhelmshavens Top-Scorer Tobias Schwolow durch.Foto: Baumann
Bietigheims Jan Asmuth (mit Ball) setzt sich gegen Wilhelmshavens Top-Scorer Tobias Schwolow durch.Foto: Baumann

Die Tür zur ersten Liga steht für Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim sperrangelweit offen. Gegen Wilhelmshaven gewann die SG souverän 36:29. Aufstiegsrivale Lübeck/Bad Schwartau unterlag 24:25 gegen Emsdetten. Aus den verbleibenden fünf Spielen braucht das Viadukt-Team noch einen Sieg für den Sprung ins Oberhaus.

„Wir sind noch nicht durch. Aber wir werden aufsteigen. Punkt!“ Robin Haller, kürzlich 32 geworden, ließ seiner starken Leistung starke Worte folgen. Fünfmal sorgte er mit seinen Rückraum-Raketen in der zweiten Hälfte für Torjubel. Darunter der Treffer zum 30:24, Bietigheims 1000. Saisontor. Mehr erzielte keine Mannschaft. Haller überraschte nicht nur Wilhelmshavens Torhüter, sondern auch seine Mitspieler und 1721 Fans in der Halle: Die staunten über seine Cornrows – an der Kopfhaut entlang geflochtenen Zöpfchen. „Ein Geburtstagsgeschenk, das ich einlösen wollte, solange ich noch Haare habe“, erklärte der Routinier. „Die neue Frisur hat ihn offensichtlich beflügelt“, schmunzelte Trainer Hartmut Mayerhoffer.

Bereits in den ersten Minuten musste die SG Rückschläge verkraften. Martin Marcec und Paco Barthe stießen mit den Köpfen zusammen. Der Kroate spielte kurz weiter, ging dann aber vom Feld und wurde ins Krankenhaus gebracht. Mannschaftskapitän Patrick Rentschler kassierte bereits früh zwei Zeitstrafen und wurde zunächst nicht mehr eingesetzt.

Im ersten Durchgang dominierten beiderseits die Angriffsreihen. Bis zum 15:13 (22.) konnte der WHV um den schnellen Tobias Schwolow (9 Treffer) Schritt halten.

In der Schlussphase der ersten Hälfte sorgte Bietigheim für die Vorentscheidung. Christian Schäfer, Panagiotis Erifopoulos und Dominik Claus erhöhten auf 19:13. Sechs Tore lag die SG auch beim 21:15 zur Pause vorn. Wilhelmshaven bemühte sich nach dem Wechsel, den Rückstand zu verkürzen, mehr als das 24:20 war aber nicht drin. Wieder warfen Schäfer, Gerdas Babarskas und Claus bis zum 27:21 eine 6-Tore-Führung heraus. Dann begann die Haller-Show. Fünf Tore in den letzten 18 Minuten, dazu die Nachricht aus Lübeck – die Halle stand kopf.

SG: Ebner, Müller; Haller (5), Rentschler (1), Claus (4), Erifopoulos (3), Schäfer (9/4), Schmidt (1), Babarskas (8), König (1), Barthe (1), Asmuth (1), Döll, Emanuel (2), Marcec. (joh)

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