Handball-Bundesliga
Bietigheim-Bissingen | 18. Oktober 2018

SG-Frauen erfüllen auch die Pflichtaufgabe

Nach dem überraschenden Erfolg in der Königsklasse gewinnen die Handballerinnen in der Bundesliga

Großer Rückhalt im Tor der SG: Dinah Eckerle.Foto: Baumann
Großer Rückhalt im Tor der SG: Dinah Eckerle.Foto: Baumann

Den erwarteten Heimsieg landeten die Bietigheimer Frauen mit 26:21 gegen die HSG Bensheim-Auerbach. Der fiel aber schwerer als erwartet, da die SG anfangs mit zu vielen Fehlern die Gäste stark machte.

Bensheim ist nicht Bukarest! Nach dem Überraschungssieg in der Champions League war die SG zunächst nicht wiederzuerkennen. Ein Spannungsabfall war nicht zu übersehen, die Angriffseffektivität schwach. In den ersten zehn Minuten standen dem einzigen BBM-Tor durch Laura van der Heijden sechs Ballverluste gegenüber.

Flames ärgern Bietigheim

Die Flames brannten zwar auch kein Feuerwerk ab, gingen aber 3:1 in Führung. Die SG durfte sich bei Dinah Eckerle bedanken, dass der Rückstand nicht deutlicher ausfiel. Am Tag nach ihrem 23. Geburtstag wehrte die Nationaltorhüterin bereits in den ersten 14 Minuten acht Großchancen der Gäste ab, darunter zwei Siebenmeter.

Mitte des ersten Durchgangs schien Bietigheim das Spiel in den Griff zu bekommen. Vier Tore in Serie brachten einen 5:3-Vorsprung. Der hatte aber nicht lange Bestand. Die hohe Fehlerquote der SG brachte Bensheim immer wieder in Ballbesitz. Die HSG glich zunächst aus, lag dann nach 25 Minuten sogar 10:8 vorn. Dabei nutzten die Flames eine Zeitstrafe gegen die SG gleich doppelt aus. Das Ellental-Team hatte, um die Unterzahl auszugleichen, Dinah Eckerle vom Feld genommen, verlor aber zweimal schnell den Ball. Zunächst versenkte Bensheims starke Torhüterin Jessica Kockler das Leder im leeren BBM-Tor, dann tat es ihr Sarah van Gulik nach. Die aufkommende Unruhe unter den 562 Fans dämpften noch vor dem Wechsel Fie Woller mit zwei Gegenstößen und Angela Malestein von Rechtsaußen mit drei Treffern zur 11:10-Halbzeitführung.

Die Pause fiel für die Gastgeberinnen nur kurz aus. Martin Albertsen schickte sein bis dahin enttäuschendes Team bereits nach wenigen Minuten wieder aufs Feld. Das wirkte. Bietigheim legte seine pomadige Spielweise ab, lag beim 14:11 nach 33 Minuten erstmals mit drei Treffern vorn. Bensheim hatte aber durch die gute erste Halbzeit Mut gefasst und ließ sich zunächst nicht abhängen. Bis zum 18:16 in der 44. Minute hielten die Flames Kontakt und erreichten ihr Ziel „Bietigheim so lange wie möglich zu ärgern.“, meinte die zufriedene Bensheimer Trainerin Heike Ahlgrimm nach der Partie.

In der letzten Viertelstunde kam die SG dann endlich auf Betriebstemperatur. Laura van der Heijden, Bietigheims beste BBM-Feldspielerin, Antja Lauenroth und Fie Woller sorgten beim 21:16 nach 50 Minuten für den ersten 5-Tore-Vorsprung. SG: Eckerle, Salamakha; Vissser (4/1), Rozemalen (1), Lauenroth (4), Ivancok, Loerper, van der Heijden (7), Schulze (1), Kudlacz-Gloc (1/1), Naidzinavicius (2), Woller (4), Gustin (1), Malestein (1), Braun. (joh)

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