Champions League
Ludwigsburg | 15. Oktober 2018

SG-Frauen lassen MHP-Arena jubeln

Handball-Fest in der MHP Arena! In einer begeisternden Partie bezwangen die Frauen der SG BBM Bietigheim den hohen Favorit CSM Bukarest 30:28 (16:12) und setzten sich an die Spitze seiner Champions League-Gruppe.

Setzt Akzente:Karolina Kudlacz-Gloc mit der Nummer 14 gegen Aneta Udristoiu.Foto: Baumann
Setzt Akzente:Karolina Kudlacz-Gloc mit der Nummer 14 gegen Aneta Udristoiu.Foto: Baumann

Es lief die letzte Spielminute. Die SG BBM Bietigheim führte 29:28, hatte Ballbesitz. Doch es drohte ein Zeitspiel und damit für CSM Bukarest die Möglichkeit zum Ausgleich. Bietigheim musste aus ungünstiger Position abschließen. Die CSM-Torhüterin parierte den Wurf, doch der Ball prallte von ihr ab. Antje Lauenroth reagierte am schnellsten, hechtete in den Kreis und bugsierte die nur wenige Zentimeter über dem Parkett fliegende Harzkugel zum 30:28 ins Bukarester Tor. Die Handball-Sensation perfekt.

Für Albertsen weltbestes Team

„Das war das beste Spiel, seit ich in Bietigheim bin“, jubelte der 2014 als BBM-Trainer gekommene Martin Albertsen. „Bukarest ist für mich in der Offensive das weltbeste Team. Dass wir gegen diese Mannschaft nur 28 Tore kassieren, ist unglaublich“. Maura Visser ergänzte: „Wir hatten einen Plan. Der hat exzellent funktioniert, weil wir als Team perfekt harmonierten und jede Spielerin alles gab.“

Bietigheim erwischte einen Start nach Maß. Überraschend stand die lange verletzte Karolina Kudlacz-Gloc in der Startformation und setzte gleich Akzente. Ehe sich die Gäste auf die SG eingestellt hatten, stand es 4:0. Für CSM-Trainer Magnus Johansson war dies einer der Gründe für die Niederlage. „Durch den anfänglichen Rückstand wurden wir zum Jäger. Aber Bietigheim hat eine erstklassige Leistung geboten und wir haben es nie geschafft, den Nachteil der ersten Minuten wettzumachen.“

Die SG lag von der ersten bis zur letzten Minute in Front, führte im ersten Durchgang meist mit vier Toren. Kritisch wurde es nur als Bukarest von 10:6 auf 10:8 verkürzte. Doch Kim Naidzinavicius, die nicht nur ihrer elf Treffer wegen eine Weltklasseleistung bot, stoppte die CSM-Aufholjagd mit zwei Toren und stellte die Weichen für die 16:12-Halbzeitführung.

Die 4-Tore-Differenz hatte bis zur 40. Minute (22:18) Bestand. Bukarest brachte nun seine Außen Majda Mehmedovic (4) und Jovanka Radicevic (5) besser ins Spiel, zudem feuerte Welthandballerin Cristina Neagu (11) aus allen Rohren. Beim 23:22 glückte ihr erstmals der Anschlusstreffer, doch Bietigheim zog mit drei Treffern in Serie zum 26:22 wieder den Kopf aus der Schlinge. Beim 28:27 und 29:28 schnupperte CSM erneut an einem Punkt, dann ließ Antje Lauenroth ihr Team und mehr als 2000 restlos begeisterte Zuschauer jubeln.

SG: Eckerle, Salamakha; Visser (3), Rozemalen, Lauenroth (4), Ivancok, Loerper, van der Heijden (2), Schulze (2), Kudlacz-Gloc (1), Naidzinavicius (11/4), Woller, Gustin, Malestein (7), Braun. (joh)

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Handball-Tabellen
Sporttabellen Handball