Handball
Ludwigsburg | 11. September 2018

SG-Frauen lassen sich in Lublin nicht beeindrucken

„Wenn alles passt, gehören wir zu den zehn besten Mannschaften Europas“, sagte Martin Albertsen, Trainer der SG BBM Bietigheim, vor wenigen Tagen. Der erste Schritt ist getan. Mit Siegen gegen Bera Bera (33:27) und MKS Perla Lublin (34:19) schafften die Handballerinnen beim Qualiturnier in Polen den Sprung in die Champions League der 16 Top-Teams.

Stark im Mittelblock: Bietigheims Maura Visser.Archivfoto: Baumann
Stark im Mittelblock: Bietigheims Maura Visser.Archivfoto: Baumann

Im Halbfinale des Champions-League-Qualifikationsturnieres räumten die Frauen der SG BBM Bietigheim Spaniens Handball-Meister Bera Bera aus dem Weg. Die unorthodoxe Spielweise des mit mehreren Südamerikanerinnen spielenden Clubs aus San Sebastian machte der SG lange Probleme. Bei Halbzeit stand es nur 17:15. Nach dem Wechsel brachte ein 4:0-Lauf das 21:15 und diesen Vorsprung ließ sich das BBM-Team nicht mehr nehmen.

Gastgeber Lublin war mit einem lockeren 28:17-Erfolg über Salerno (Italien) ins Qualifikationsendspiel eingezogen und schonte dabei seine Stammkräfte. Das konnte Bietigheim nicht beeindrucken – so wenig wie die lautstarke Anfeuerung der rund 3000 gegnerischen Fans und der immer grimmiger werdende Blick des Trainers Robert Lis. Auch der Ausfall von Karola Kudlacz-Gloc, die wegen muskulärer Probleme geschont wurde, spielte keine Rolle. Bis zum 8:6 in der zehnten Minute durfte der polnische Meister hoffen, dann brannte die SG ein Feuerwerk ab. Bereits beim Wechsel lag das Viadukt-Team 20:11 vorne.

Mit vier Treffern in Serie zum 24:11 raubte Bietigheim direkt nach dem Wechsel den Polinnen die letzten Hoffnungen. Die konnten einem in dieser Phase beinahe leidtun. Während die SG über das ganze Spiel hinweg mit einer sensationellen Trefferquote von 81 Prozent glänzte, gelangen Lublin in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gerade zwei Tore. Gegen Bietigheims enorm bewegliche 6:0-Abwehr mit dem starken Mittelblock von Maura Visser und Kim Naidzinavicius fanden die Gastgeberinnen kein Durchkommen. Fast in jedem Angriff wurde Zeitspiel gegen Lublin angezeigt. Die SG zog davon. Antje Lauenroth sorgte per Gegenstoß in der 52. Minute für das 32:15, den mit 17 Toren größten Vorsprung.

„Glückwunsch ans Team, das war überragend“, sagte der stolze Albertsen nach dem klaren 34:19-Sieg. In der Gruppenphase trifft Bietigheim ab 6. Oktober auf die Vipers Kristiansand, CSM Bukarest und FTC Budapest. Zuvor gilt das Augenmerk dem Saisonstart in der Bundesliga morgen gegen Bayer Leverkusen (19.30 Uhr, Halle am Viadukt).

SG BBM: Eckerle, Salamakha; Visser (5 Tore gegen Bera Bera/8 gegen Lublin), Rozemalen (1/2), Lauenroth (1/3), Ivancok (1/1), Lorper (5/2), Van der Heijden (5/4), Schulze (3/3), Kudlacz-Gloc, Naidzinavicius (4/3), Woller (4/1), Gustin (4/3), Malestein (0/3), Braun (0/1). (joh)

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