Handball-Bundesliga
Ludwigsburg | 19. Oktober 2017

SG-Frauen stürmen an die Spitze

Die SG BBM Bietigheim hat in der Bundesliga weiter eine weiße Weste. Beim 35:23 gegen die HSG Blomberg-Lippe feierte die SG ihren fünften Sieg, wurde dabei von den harmlosen Gästen kaum gefordert.

Zu stark: Luisa Schulze (SG, Mitte) setzt sich gegen zwei Gegenspielerinnen durch.Foto: Baumann
Zu stark: Luisa Schulze (SG, Mitte) setzt sich gegen zwei Gegenspielerinnen durch.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Mit jetzt 10:0 Punkten und dem geringfügig besseren Torverhältnis von +45 gegenüber den punktgleichen Teams des Thüringer HC (+44) und Buxtehuder SV (+38) übernahm der Titelverteidiger SG BBM Bietigheim erstmals in dieser Saison die Tabellenführung der Handball-Bundesliga der Frauen.

Gegner Blomberg spielte wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange. Bereits in den ersten beiden HSG-Angriffen sahen sich die Schiedsrichterinnen gezwungen, Zeitspiel anzuzeigen. So hatte sich Blombergs Trainer Andre Fuhr die Angriffe seines Teams nicht vorgestellt. Nach knapp drei Minuten zückte er die Grüne Auszeitkarte und versuchte seinem jungen Team etwas mehr Mut einzuimpfen.

Bietigheim ließ sich davon nicht beeindrucken, dominierte trotz einiger Holztreffer von Susann Müller und Kim Naidzinavicius bis zum 7:2. Laura Rüffieux und Nationalspielerin Kim Stolle brachte die Ostwestfälinnen zwar auf 7:4 heran, doch dann spielte nur noch die SG. Innerhalb von vier Minuten entschied das Ellental-Team mit fünf Gegenstoßtoren zum 12:4 die Partie.

Dank des deutlichen Vorsprungs wechselte Martin Albertsen fortan kräftig durch. Mit Blick auf das am Sonntag anstehende Champions-League-Spiel in Kristiansand gönnte der Däne seiner Stammformation Pausen. Nach 23 Minuten saß die ‚erste Sechs‘ auf der Bank, die Wechselspielerinnen durften sich beweisen. Am Spielverlauf änderte das nichts. Bis zur Pause erhöhte der Meister auf 17:7.

Der Vorsprung geriet nach dem Wechsel nicht in Gefahr. In der 41. Minute erzielte Karolina Kudlacz-Gloc das 23:11 – ein Tor mit Symbolcharakter: Damit zog Bietigheim durch die bessere Tordifferenz an Thüringen und Buxtehude, die ihre Spiele bereits beendet hatten, vorbei und übernahm virtuell Platz eins. Die SG vergrößerte den Vorsprung bis auf 30:15, schaltete dann aber einen Gang zurück. Mit einem Gegenstoß sorgte Antje Lauenroth für das 35:23 und hievte ihr Team auf Platz eins.

SG BBM:Wester, Salamakha; Biltoft (3), Rozemalen, Lauenroth (3), N. Müller (4), Smeets (4), Ivancok (1), Schulze (2), Kudlacz-Gloc (5), Naidzinavicius (8/5), Hundahl (1), S. Müller (1), Malestein (3).

Paul Herbinger
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