champions league
ludwigsburg | 13. November 2017

SG-Frauen stürmen in Hauptrunde

Revanche geglückt, die Hauptrunde der Champions League erreicht! Trainer Martin Albertsen vom Handball-Bundesligisten SG BBM Bietigheim hatte nach dem 27:21-Heimsieg gegen Buducnost Podgorica allen Grund zum Strahlen: „ Ich bin unheimlich glücklich. Wir sind in der Champions League angekommen.“

Unaufhaltsam: Kim Naidziniavicius (SG, links) behauptet sich gegen VoItana Grbic (Budcunost).Foto: Baumann
Unaufhaltsam: Kim Naidziniavicius (SG, links) behauptet sich gegen VoItana Grbic (Budcunost).Foto: Baumann

Es dauerte allerdings einige Zeit, bis es beim deutschen Meister rund lief. In den ersten zehn Minuten gab es nur ein BBM-Tor, aber bereits sieben Fehlwürfe. Zum Glück stand die Bietigheimer Abwehr. Das Rezept, die Mitte dicht zu machen, ging auf. „Djurdjina Jaukovic, eine der besten Werferinnen in der Champions League kam heute nur zu einem Treffer“, freute sich Albertsen. Dennoch hatte Podgorica zunächst leichte Vorteile, führte in der bis dahin torarmen Begegnung nach 16 Minuten 6:3.

Drei Treffer lagen die Gäste auch beim 8:5 vorn, doch dann kam frischer Schwung ins SG-Spiel. Er kam von der Bank. Bietigheim wechselte Cecilie Woller und Charris Rozemalen für den Rückraum und Mia Biltoft am Kreis ein. Antje Lauenroth rückte nach Linksaußen. Zusammen mit den auf dem Feld verbliebenen Kim Naidzinavicius und Angela Malestein sorgten sie für die Wende.

Beim 10:10 war der Ausgleich geschafft, in den letzten 30 Sekunden der ersten Halbzeit glückte der SG noch die 12:10-Pausenführung. Zuerst schmuggelte Antje Lauenroth die Harzkugel von Linksaußen aus fast unmöglicher Position an Buducnosts spanischer Torhüterin Darly Zoqbi De Paula vorbei ins Netz, dann schloss Kim Naidzinavcius einen Gegenstoß erfolgreich ab.

Bevor er zur Mannschaft in die Kabine ging, besprach sich Albertsen in den Katakomben der MHP-Arena mit seinem Trainerstab. Was immer dabei beschlossen wurde – es brachte Erfolg. Direkt nach dem Wechsel erhöhte BBM vor 2258 Zuschauern auf 14:10 und diesen Vorsprung verteidigte das Team vom Viadukt mit großem Einsatz. Die 6:0-Abwehr war aus dem Spiel heraus kaum mehr zu bezwingen, vorne ließ es vor allem die überragende Naidzinavicius krachen. Von den ersten sechs Treffern des zweiten Durchgangs erzielte sie allein fünf.

Das anfangs zähe Spiel nahm Fahrt auf. Mit weiten Diagonalpässen auf die Außen riss Bietigheim mehrfach die Abwehr der Montenegrinerinnen auseinander, schaffte dadurch Lücken. Über 18:14 und 21:15 strebte die SG dem Sieg entgegen. Der Vorsprung wurde zeitweilig bis auf acht Treffer ausgebaut, am Ende brachte ein verdienter 27:21-Erfolg den Einzug in die Hauptrunde der „Königsklasse“.

SG BBM: Wester, Salamakha; Biltoft (1), Rozemalen (1), Lauenroth (5), N. Müller, Smeets, Ivancok, C. Woller (1), Schulze, Kudlacz-Gloc (2), Naidzinavicius (10/3), Hundahl, S. Müller (2), Malestein (5).

von paul Herbinger
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