Handball
Bietigheim-Bissingen | 22. Januar 2018

SG-Frauen verteidigen Heimnimbus gegen Vipers

Bietigheims tolle Heimserie bleibt bestehen. Auch die zuletzt großartig auftrumpfende HSG Bad Wildungen schaffte es nicht, den Heimnimbus der nun seit 33 Bundesligaspielen vor eigenem Publikum ungeschlagenen BBM-Damen zu knacken. Am Ende bejubelte die SG einen 33:26-Erfolg

Die Bietigheimerin Cecilie Woller (links) wird von Sabine Heusdens (Vipers) attackiert. Foto: Baumann
Die Bietigheimerin Cecilie Woller (links) wird von Sabine Heusdens (Vipers) attackiert. Foto: Baumann

Zwar stellten die „Vipers“ eine Halbzeit lang das bessere Team, am Ende bejubelte die SG aber einen klaren 33:26-Erfolg und bleibt mit jetzt 19:3 Punkten Zweiter hinter dem Thüringer HC (20:2).

Vor 674 Zuschauern in der Halle am Viadukt sprühte Bad Wildungen in den ersten 30 Minuten vor Spielfreude. Die Körpersprache der HSG-Spielerinnen drückte das durch die letzten Siege gewachsene Selbstbewusstsein aus.

Mit schnellen Gegenstößen, druckvollen Kreuzungen und der mehrfach überraschend von Linksaußen an den Kreis einlaufenden Miranda Schmidt-Robben kamen die „Vipers“ zu Treffern und machten einen anfänglichen 5:2-Rückstand bald wett. Bietigheim suchte dagegen seinen Rhythmus, schaffte es nicht, die Außen in Szene zu setzen. So waren es vor allem Einzelaktionen von Charris Rozemalen und Karolina Kudlacz-Gloc sowie der dreimal aus dem Rückraum erfolgreichen Angela Malestein, die das Spiel bis zur Pause (14:15) offen hielten.

Nach dem Wechsel verlieren die Gäste ihre Sicherheit

Nach dem Wechsel verloren die Gäste ihre Sicherheit. Die BBM-Abwehr agierte nun aggressiver, zwei, drei fragwürdige Schiedsrichterpfiffe brachten die HSG zusätzlich aus dem Konzept. „Wir haben unsere Emotionen nicht mehr im Griff gehabt, waren mit dem Kopf nicht mehr beim Spiel“, beklagte Tessa Bremmer nach der Partie den Konzentrationsverlust ihres Teams.

Bis zum 23:20 durften die „Vipers“ auf eine Überraschung hoffen, dann legte die SG einen Zahn zu. Das Spiel wurde bereiter angelegt, beide Flügel verstärkt ins Spiel einbezogen.

So kam Linksaußen Fie Woller, die im ersten Durchgang keine Wurfchance hatte, in der zweiten Hälfte noch zu acht Treffern. Vergeblich versuchten die Hessen, das Ruder durch den Einsatz einer siebten Feldspielerin herumzureißen. Über 26:20 und 32:23 strebten die Gastgeberinnen einem klaren Sieg entgegen. Daran änderte auch der „Treffer“ einer HSG-Spielerin nichts. Verärgert trat sie gegen eine im Auswechselraum stehende Plastikflasche, die eine unglückliche Flugkurve nahm und am Kopf des Zeitnehmers landete, der daraufhin behandelt werden musste.

SG: Salamakha, Wester; Biltoft (1), Rozemalen (5), Lauenroth (1), Smeets (1), Ivancok, C. Woller (1), Schulze (2), Kudlacz-Gloc (5), Hundahl (4), F. Woller (8/3), Malestein (5). (toh)

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