champions league
Ludwigsburg | 18. November 2017

SG denkt in Metz auch ans Viertelfinale

Lockerer Ausklang? Metz und Bietigheim sind beide bereits für die Hauptrunde qualifiziert und könnten am Sonntag, 15 Uhr, die letzte Partie der Champions- League-Vorrunde gelassen angehen. Doch der Eindruck täuscht.

bietigheim-bissingen. An der Mosel steht für die Handballerinnen viel auf dem Spiel. Es geht bereits um wichtige Punkte für das Erreichen des Viertelfinales der „Königsklasse“.

In der Ende Januar beginnenden Hauptrunde mit den zwölf besten europäischen Mannschaften werden zwei Sechsergruppen gebildet. Metz und die SG BBM sowie eine dritte Mannschaft der Gruppe D (Buducnost oder Kristiansand) bekommen es in der Hauptrunde mit Vardar Skopje, FTC Rail-Cargo Hungaria und dem Thüringer HC oder Larvik aus der Gruppe C zu tun.

Dabei werden die in der Vorrunde gegeneinander erzielten Punkte mitgenommen und man spielt nur noch gegen die Teams aus der anderen Gruppe. Die ersten Vier erreichen danach das Viertelfinale. Auf dem Weg dorthin würde es dem deutschen Meister enorm helfen, wenn er in Lothringen punkten könnte.

Metz hat seit Januar 2017 kein Heimspiel mehr verloren und ist auch wegen seiner souveränen Vorstellung beim 30:26-Vorrundensieg in Ludwigsburg klarer Favorit. Die SG fühlt sich in ihrer Außenseiterrolle wohl, Trainer Martin Albertsen nimmt den Druck vom Team: „Wir erwarten nicht, dass wir dort hinfahren und gewinnen. Normalerweise ist in Metz nichts zu holen. Wir wollen es aber natürlich trotzdem versuchen.“

Mit Ausnahme der weiterhin verletzten Fie Woller stehen Bietigheim alle Spielerinnen zur Verfügung. Kim Naidzinavicius und Antje Lauenroth, die direkt nach dem Spiel gegen Buducnost zum WM-Lehrgang des DHB-Teams gefahren waren, kamen am Mittwoch zwar müde, aber gesund zurück. Dagegen droht beim französischen Abonnementmeister ein „deutscher“ Ausfall. Nationalspielerin Xenia Smits, die beim Hinspiel mit acht Toren überragte, hat sich einen Finger gebrochen.

Beim 25:22-Sieg in Kristiansand kompensierten die routinierten „Drachen“ diese Schwächung. Marina Rajcic vernagelte ihren Kasten, die slowenische Linkshänderin Ana Gros ging auf Torjagd (7 Treffer) und gegen das Kraftpaket Grace Zaadi fanden die Norwegerinnen kein Mittel. Will die SG in Metz erfolgreich sein, müssen vor allem die Kreise der dynamischen Spielmacherin gestört werden.

Das BBM-Team startete bereits am Freitag nach Lothringen. Im letzten Spiel vor der WM-Pause hofft Albertsen auf positive Effekte aus der erfolgreichen Partie gegen Buducnost: „Da haben wir viel Selbstvertrauen getankt, stark verteidigt und im Angriff gut gespielt. Das wollen wir in Metz fortsetzen.“ Und so vielleicht die Sensation schaffen.

von paul herbinger
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