Handball-Bundesliga
Bietigheim-Bissingen | 04. September 2018

SG heute schon wieder gefordert

Nur zwei Tage nach der bitteren 24:33-Heimniederlage gegen die MT Melsungen geht es für die SG BBM Bietigheim in der Handball-Bundesliga weiter. Heute Abend tritt der Aufsteiger beim SC DHfK Leipzig an. Die Vorbereitung wurde durch zwei Auftritte beim Bietigheimer Pferdemarkt unterbrochen.

Auf andere Gedanken kommen: Die Handballer der SG BBM Bietigheim beim Umzug des Bietigheimer Pferdemarktes. Foto: Alfred Drossel
Auf andere Gedanken kommen: Die Handballer der SG BBM Bietigheim beim Umzug des Bietigheimer Pferdemarktes. Foto: Alfred Drossel

Noch am Sonntagabend hatte die Bundesligamannschaft der SG BBM Bietigheim einen Termin auf dem örtlichen Pferdemarkt. Direkt nach der 24:33-Niederlage in der Ege Trans-Arena ging es für die Handballer auf den Rummel unter dem Viadukt. „Wir müssen differenzieren und schauen, was wir gut, und was wir schlecht gemacht haben. Das müssen wir in Lichtgeschwindigkeit tun“, sagte Trainer Ralf Bader nach der zweiten Niederlage am zweiten Spieltag.

Videoanalyse und Taktiktraining

Denn bereits heute geht es für den Aufsteiger weiter. Um 19 Uhr tritt die SG beim ebenfalls sieglosen SC DHfK Leipzig an, der mit Niederlagen gegen den TVB Stuttgart und den SC Magdeburg startete. Gestern Nachmittag konnte die Mannschaft vorher noch auf andere Gedanken kommen.

Verteilt auf einem Traktoranhänger und zu Fuß folgten die Bietigheimer Handballer dem jährlichen Pferdemarktumzug. Im Anschluss ging es zur Videoanalyse und zum Taktiktraining in die Halle – ansonsten lag der Schwerpunkt auf Regeneration. Heute Morgen geht es mit dem Bus nach Leipzig.

Arbeit gibt es für Trainer Bader und seine Mannschaft noch genug. Zwar waren sowohl beim 21:24-Auftakt in Wetzlar als auch am Sonntag positive Ansätze zu erkennen, doch das Team konnte die gute Leistung nur in der ersten Hälfte abrufen. Gegen Melsungen folgte nach dem starken ersten Spielabschnitt (16:17 Halbzeitstand) der Einbruch. In der zweiten Hälfte war die SG chancenlos.

„Sobald du nachlässt, wird es extrem schwierig. Das liegt auch an der Klasse des Gegners“, weiß Bader nach den ersten beiden Begegnungen – doch nicht nur: „Uns hat in den entscheidenden Phasen die Abgezocktheit gefehlt. Die Abwehr muss deutlich zulegen.“

Gegen den sechsmaligen DDR-Meister haben die Bietigheimer bereits heute die Chance, ihre Sache besser zu machen. Die Ostdeutschen landeten im vergangenen Jahr auf Rang acht und sind nun nach zwei Niederlagen zum Auftakt unter Zugzwang – vor allem nach der 20:28-Schlappe im Derby gegen den SC Magdeburg. „Dieses Heimspiel gegen Bietigheim ist für uns auch das wichtigere Spiel“, sagte Leipzigs Coach Michael Biegler am Sonntag.

Ein Erfolgserlebnis in Leipzig würde der SG entgegenkommen, denn danach kommt am Sonntag der Meisterschaftskandidat Rhein-Neckar Löwen in die Ege Trans-Arena.

Marco Jaisle
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