Handball
Bietigheim-Bissingen | 10. November 2017

SG muss zwei Brocken aus dem Weg räumen

Bietigheimer Handballer heute in Konstanz und am Sonntag in Ludwigsburg gegen Rimpar gefordert

Zwei Spiele – vier Punkte? Diese Rechnung würde Bietigheims Trainer Hartmut Mayerhoffer vor dem Doppelspieltag der 2. Handball-Bundesliga gern unterschreiben. Wenn es damit klappen soll, muss seine Mannschaft aber zwei Brocken aus dem Weg räumen. Heute, 20 Uhr, spielt die SG BBM bei der HSG Konstanz, am Sonntag wird in der Ludwigsburger MHP-Arena die DJK Rimpar erwartet (16 Uhr).

Die HSG Konstanz fährt zurzeit Achterbahn. Eine Woche nach dem grandiosen 38:29-Heimsieg gegen Wilhelmshaven kassierte die HSG beim Aufstiegsanwärter in Balingen eine 22:32-Niederlage. Die Fans vom Bodensee feierten ihre Mannschaft dennoch euphorisch. „Die Leute wissen, wo wir herkommen“, wertete Trainer Daniel Eblen die Begeisterung der HSG-Anhänger. „Hätte vor zwei Jahren jemand gesagt, dass wir ein Punktspiel gegen den HBW machen, hätte jeder abgewunken.“

Konstanz lebt von seiner Heimstärke. In der nur einen Steinwurf von der Schweizer Grenze entfernten Schänzle-Sporthalle zeigt die HSG ein ganz anderes Gesicht. Aber auch dort ist die Partystimmung der Fans ein nicht zu unterschätzender Faktor, „weil Konstanz über eine enorm kampfstarke, sehr emotionale Truppe verfügt“, wie SG-Coach Hartmut Mayerhoffer schon mehrfach erfahren durfte.

Ein besonderes Augenmerk muss die BBM-Abwehr auf Paul Kaletsch haben. Der 25-jährige Rückraumspieler ist mit 82 Saisontreffern die Nummer fünf der Torschützenliste. In Szene gesetzt wird Kaletsch oft von Tim Jud. Der Schweizer ist die Schaltzentrale des HSG-Angriffs. Juds Aktionsradius erfolgreich einzuengen ist eine der Voraussetzungen für einen Sieg gegen Konstanz. Dabei ist vor allem Bietigheims Mittelblock gefordert. Doch gerade dort droht ein Ausfall. „Patrick Rentschler war die ganze Woche über krank, konnte nicht trainieren“, sorgt sich Hartmut Mayerhoffer um seinen Kapitän.

Zum Glück hat Rentschler nicht nur auf dem Spielfeld Nehmerqualitäten. „Wer Patrick kennt, weiß, dass er in Konstanz mit dabei ist, wenn es irgendwie geht“, sagt der BBM-Trainer. Schon allein Rentschlers Präsenz auf dem Feld ist für Mayerhoffer viel wert: „Vor so einer Abwehrkante haben alle Respekt.“

In der letzten Saison gewann die SG am Bodensee 29:27, verlor dann aber das Heimspiel mit dem gleichen Ergebnis. Auch heute dürfte es wieder ganz eng zugehen. Mayerhoffer, der spannende Handball-Krimis liebt, freut sich auf einen echten Thriller: „Uns erwartet ein heißer Fight!“

Paul Herbinger
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