Frauenhandball
Bietigheim-Bissingen | 08. November 2017

SG zum Gipfeltreffen bei Thüringens Handballstolz

Bietigheimer Bundesliga-Handballerinnen wollen heute Abend (19.30 Uhr) beim punktgleichen THC die Tabellenspitze verteidigen

Hält für THC: Die aus Hemmingen stammende Dinah Eckerle. Foto: bm
Hält für THC: Die aus Hemmingen stammende Dinah Eckerle. Foto: bm

Gipfeltreffen in Bad Langensalza. Heute Abend, 19.30 Uhr, spielt die SG BBM Bietigheim beim Thüringer HC. Die beiden Teams führen die Tabelle der Handball-Bundesliga mit jeweils 10:0 Punkten an.

Sechs Jahre lang dominierte der THC den deutschen Frauenhandball. 2011 glückte der erste Meistertitel, fünf weitere folgten. In der letzten Saison endete die Vorherrschaft der Erfurter. Bietigheim entthronte den Serienmeister. Die SG gewann alle 26 Spiele. Auch Thüringens Handballstolz musste die BBM-Überlegenheit anerkennen und verlor beide Spiele gegen das Viadukt-Team deutlich (20:30 und 22:33).

Das Ende des Meister-Abonnements wurmte Herbert Müller. Der THC-Trainer, im Nebenjob auch Coach der österreichischen Nationalmannschaft, will den Titel zurückholen. Er hat sein Team kräftig verstärkt. Mit Saskia Lang, Alexandra Mazzucco und Anne Hubinger wechselten drei aktuelle Nationalspielerinnen aus Leipzig nach Thüringen. Zusammen mit Assen wie Iveta Luzumova, der aktuell zweitbesten Bundesliga-Torjägerin (44 Treffer), Kerstin Wohlbold, Beate Scheffknecht, Meike Schmelzer und der aus Hemmingen stammenden Torhüterin Dinah Eckerle sollen sie den THC wieder zur Nummer eins machen. Trotz einiger Verletzungsprobleme wurden die hochgesteckten Erfurter Erwartungen bisher erfüllt. Im Pokal zog der THC ins Viertelfinale ein, in der Bundesliga liegt man nur wegen der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz hinter der SG.

Vor der Saison prophezeite Herbert Müller, dass Bietigheim nicht nochmals ohne Minuspunkt durch die Saison gehen würde. Den Worten sollen heute Taten folgen. „Ich erwarte ein Spiel auf Champions-League-Niveau“, freut sich der mit Bietigheims Männertrainer Hartmut Mayerhoffer verwandte 55-jährige Mathematiker. Er setzt auch auf die „Rote Wand“ in der voraussichtlich ausverkauften Salza-Halle. Wie kürzlich beim 33:30 gegen Titelkonkurrent Metzingen sollen die leidenschaftlichen Fans den THC zum Sieg pushen.

Voller Optimismus geht auch Bietigheims Coach Martin Albertsen in das Top-Duell. „Der THC hat sich selber viel Druck aufgebaut, will gegen uns unbedingt gewinnen. Solche Herausforderungen liebe ich.“ Dass Fie Woller weiterhin verletzt fehlt, schreckt den Dänen nicht: „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen.“

von paul herbinger
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