Ludwigsburg | 12. Januar 2018

TSF will mit stabiler Abwehr Ligaverbleib schaffen

Aufsteiger TSF Ditzingen in der Handball-Württemberg-Liga im Soll – Mundelsheim hat Meisterschaft der Landesliga als Ziel

Für die TSF Ditzingen gibt es in der Handball-Württemberg-Liga Nord nur ein Ziel. „Es wird sich wahrscheinlich erst kurz vor Ende entscheiden. Für uns zählt nur der Klassenverbleib“, sagt Trainer Jörg Kaaden vor Rückrundenbeginn. Am Samstag um 20 Uhr empfängt der Zehnte seinen Tabellennachbarn SG BBM Bietigheim II.

„Bislang sind wir im Soll. Wir sind schlecht gestartet und haben uns dann mit einer Siegesserie etwas Luft verschafft“, beschreibt Kaaden den bisherigen Saisonverlauf seiner Mannschaft. Nach dem Aufstieg hat es einige Zeit gedauert, bis sich sein Team an die neue Liga gewöhnt hatte. „Die Kombination aus höherem Tempo und höherem körperlichen Anspruch macht es für Aufsteiger schwer“, stellt Kaaden fest. Der Klassenverbleib geht für den Coach nur über eine stabile Abwehr. „Wir haben in der Vorbereitung versucht, die Abwehr zu stabilisieren. Wenn wir das in der Rückrunde beherzigen, haben wir gute Voraussetzungen.“ Kay Weber laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung und bei Frank Eisenhardt zwickt die Schulter: „Ich hoffe, dass es beide zum Rückrundenstart schaffen“, sagt Kaaden. Favorit auf die Meisterschaft ist für ihn der Spitzenreiter TV Bittenfeld II.

Der SKV Oberstenfeld steht mit ausgeglichenem Punktekonto genau in der Mitte der Tabelle, auf Platz 7. Morgen um 19.30 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Michael Walter beim abstiegsbedrohten TSV Altensteig gefordert.

In der Landesliga startet die Rückrunde gleich mit dem Topspiel. Spitzenreiter TV Mundelsheim tritt am Samstag um 17.30 Uhr beim punktgleichen HC Oppenweiler/Back-nang II an. „Man muss es nehmen, wie es kommt“, sagt Mundelsheims Coach Jörg Haug zum Kaltstart in das Spitzenduell. „Wir haben extra kein Testspiel gemacht, damit das Team so richtig heiß ist.“ Einen motivierten Eindruck habe sein Team auch in der Vorbereitung gemacht. Die Trainingsbeteiligung sei hoch gewesen, keiner habe sich verletzt. „Wir haben 12 bis 13 wirklich gute Feldspieler, aber Priorität 1 ist, dass wir verletzungsfrei bleiben“, sagt Haug über das angestrebte Ziel, den Aufstieg. „Wenn wir unser Potenzial abrufen, werden wir schwer zu schlagen sein, das haben wir in der Hinrunde nicht immer gemacht.“

Für den schärfsten Konkurrenten Oppenweiler/Backnang II hat Haug nur lobende Worte übrig. „Sie haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern und sind sehr, sehr ausgeglichen.“ Auch die Clubs dahinter – der TV Flein, die SG Weinstadt und die Hbi Weilimdorf/Feuerbach – hält Haug für stark: „Das sind interessante Mannschaften, vor allem Weilimdorf war überraschend stark. Aber jeder wird noch seine Punkte lassen, auch wir.“

Lokalrivale TSV Bönnigheim traut den Mundelsheimern die Meisterschaft zu. „Wenn man da oben stehen will, muss man auch die knappen Spiele gewinnen. Das war beim TVM der Fall“, sagt Coach Sven Kaiser. Als Sechster ist er nicht ganz zufrieden: „Mit der Entwicklung der Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Mit dem Punktestand hadere ich.“ In der Rückrunde wollen sich die Bönnigheimer steigern. Erste Gelegenheit bietet sich morgen um 18.15 Uhr beim TV Oeffingen. Der TV Großbottwar tritt als Tabellenachter beim Neunten Neckarsulmer SU II an.

Marco Jaisle
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