Champions League
Ludwigsburg | 05. Februar 2018

Weltklasse-Team Vardar lässt der SG keine Chance

Die Frauen der SG BBM Bietigheim haben in der MHP-Arena gegen eines der besten Handball-Teams der Welt eine herbe Klatsche kassiert. Das Champions-League-Spiel gegen Vardar Skopje ging mit 26:38 verloren.

Schwerer Stand: Andrea Lekic setzt sich gegen Bietigheims Luisa Schulze durch.Foto: Baumann
Schwerer Stand: Andrea Lekic setzt sich gegen Bietigheims Luisa Schulze durch.Foto: Baumann

Eine Spielhälfte hielten die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim gut mit, danach fehlte die Kraft. Am Ende siegte der Favorit HC Vardar souverän mit 38:28 in der Champions-League-Begegnung in der MHP-Arena. „Das war verdient für Vardar. Das ist eine Weltklasse-Mannschaft“,sagte SG Trainer Martin Albertsen. Mit Verweis auf die zahlreichen Verletzten der SG gab der Coach seinem Team mit auf den Weg: „Wiir haben gut gekämpft.“

Beide Teams starteten nervös in die Partie. Das zeigte sich an mehreren vergebenen Würfen auf beiden Seiten. Erst nach knapp drei Minuten fiel das erste Tor. Erst als die junge Ines Ivancok einen Pass nicht annehmen konnte und den Ball fallen ließ, traf Dragena Cvijic zum 1:0 für die Gäste. Die 19-jährige Ivancok kam bei der SG bei jedem Angriff für die Torhüterin aufs Feld. Das risikoreiche Überzahlspiel zahlte sich für Bietigheim zunächst aus.

Nach zehn Minuten brachte Martine Smeets die SG zum ersten Mal in Führung. Mia Bilthoft und Karolina Kudlacz-Gloc trafen zum 8:6. Doch die Bietigheimerinnen schafften es nicht, das Tempo zu halten.

Dem Hoch bis zur 15. Minute folgte eine Schwächephase, in der Coach Martin Albertsen zwei Auszeiten nahm und der deutsche Meister bis auf 11:16 (27. Minute) zurückfiel. Die SG berappelte sich dennoch und kämpfte sich mit einem 3:0-Lauf bis zur Halbzeit wieder in Schlagdistanz. Insgesamt verkaufte sich Bietigheim in der ersten Hälfte gut und hatte mit drei Aluminiumtreffern sogar noch Pech. Der kleine Hoffnungsschimmer war allerdings bald wieder dahin. Nur 2:20 Minuten brauchte das mazedonische Starensemble im zweiten Durchgang um wieder auf 14:19 davonzuziehen.

In der Folge schaffte es die SG nicht mehr, die souveräne Spitzenmannschaft unter Druck zu setzen. Im Gegenteil – weil die Bietigheimerinnen aus ihren Angriffen zu wenig machten und hinten oft machtlos waren, baute Skopje den Vorprung weiter aus. Vor allem Polina Kuznetsova und Cvijic glänzten dabei. Als auch noch mehrere Treffer ins leere Tor hinzukamen, drohte es peinlich zu werden (21:30, 50. Spielminute).

Bietigheim hatte nun den Faden komplett verloren und fiel weiter zurück. Erst jetzt reagierte Albertsen und ließ die Torhüterinnen Tess Wester und Valentyna Salamakha auch bei eigenem Angriff im Tor. Die etwa 400 mazedonischen Fans feierten da bereits ihre Mannschaft. Singend und klatschend peitschten sie ihr Team nach vorne und schwangen dabei ihre gelb-rote Nationalflagge.

SG: Wester, Salamakha; Bilthoft (1), Rozemalen (9), Lauenroth (6), Smeets (2), Ivancok (1), Schulze (3), Kudlacz-Gloc, Hundahl.

von Marco Jaisle
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