Wasserball
30. August 2018

Ansprüche des SVL sind gestiegen

Die Sommerpause in der Wasserball-Bundesliga ist vorbei. In dieser Woche hat der SV Ludwigsburg mit dem Training für die neue Spielzeit begonnen. Auch einige Zugänge waren dabei.

Vier von acht Neuen beim SVL: Deni Cerniar, Braeden Drennan, Domagoj Mijatovic, Ivan Pisk (von links).Foto: Baumann
Vier von acht Neuen beim SVL: Deni Cerniar, Braeden Drennan, Domagoj Mijatovic, Ivan Pisk (von links).Foto: Baumann

Ludwigsburg. Gleich acht Neuzugänge hat Wasserball-Bundesligist SV Ludwigsburg zum Trainingsauftakt für die neue Saison zu vermelden. Das überrascht kaum, denn die Erwartungen der Führungsriege des Vereins sind nach dem Klassenverbleib in der Pro B im Februar gestiegen.

„Ziel ist es, unter die ersten vier Mannschaften zu kommen, damit wir uns für die Play-offs qualifizieren. Der Aufstieg in die Pro A wäre das Optimum“, sagt Vorstand Matthias Nagel. Dem stimmt SVL-Trainer Sven Schulz zu: „Wir wollen uns für die Play-offs qualifizieren und bei Möglichkeit es mit dem Aufstieg in die Gruppe A versuchen.“

Ein gewagtes Unternehmen, das jedoch im Hinblick auf den neuen Kader durchaus möglich erscheint. Dazu gehört Nationalspieler Timo van der Bosch, der aktuell mit der Nationalmannschaft in Rijeka (Kroatien) auf Vorbereitung für die Weltliga ist.

Vom Pro-A-Team SSV Esslingen wechselt Marvin Thran (26), der als Centerverteidiger und Flügelspieler flexibel einsetzbar ist, in die Barockstadt. Thran selbst zu seinen Wechsel: „Nach den Gesprächen mit Matthias Nagel habe ich das Gefühl, dass Ludwigsburg gut aufgestellt ist. Sowohl finanziell als auch strukturell.“

Zu den weiteren Kalibern zählt Deni Cerniar (26), der vom Vorjahresdritten der Pro A, dem OSC Potsdam, an den Neckar kommt. Dieser soll die linke Seite verstärken. Auf dieser Position kommt der kroatische Zugang Domagoj Mijatovic (23) vom SC Neustadt hinzu. Auch vom selben Verein wurde Torwart Ivan Pisk (26) geholt.

Auf der Centerverteidiger-Position hat der SVL zudem Nikolaos Prosiniklis (23) vom griechischen Erstligisten PAOK verpflichtet, von dem man sich ebenfalls viel verspricht. Der ehemalige US-College-Wasserballer Robert Stiefel (23, zuvor bei Esslingen aktiv) und Centerverteidiger Braeden Drennan (23) vom Zweitligisten Cannstatt verstärken weiter das Team. Generell kann SVL-Trainer Sven Schulz auf einen Kader mit einem hohen Wasserballwissen zurückgreifen. „Das bringt eine andere Qualität ins Trainingsspiel und auch bei den mannschaftstaktischen Übungen.“ Ein neuer Kader braucht aber auch Zeit. Das hat jedenfalls die letzte Saison beim SVL gezeigt. Doch Trainer Sven Schulz ist optimistisch: „Ich sehe es als unproblematisch. Die Spieler kennen sich größtenteils schon.“ Auf die Probe gestellt wird das neue Team um Trainer Sven Schulz bereits am 13. Oktober in der zweiten Pokalrunde des deutschen Wasserballs, ehe es zum Bundesligaauftakt bei der SGW Rhenania Köln am 27. Oktober richtig losgeht.

Bojan Mrdjan
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