Ludwigsburg | 20. Dezember 2017

Bundesliga-Mix

Nach der Rückkehr in die Deutsche Wasserball-Liga hat der SV Ludwigsburg die Hinrunde hinter sich. IIn den sieben Spielen der Pro B kam der SVL dabei auf drei Punkte. „Es war letztlich okay. Wir wussten vor der Saison nicht, ob wir konkurrenzfähig sein würden, das waren wir aber eigentlich in jedem Spiel“, sagt Sportvorstand Matthias Nagel.

Sven Schulz.Foto: Baumann
Sven Schulz.Foto: Baumann

Zufrieden ist er mit der Ausbeute aber trotzdem nicht: „Die meisten Spiele gingen knapp verloren. Das macht es etwas enttäuschend. Wir hätten gerne zwei, drei Punkte mehr.“ Am Wochenende unterlagen die Ludwigsburger dem SC Wedding Berlin mit 9:10, zwei Wochen zuvor dem SV Krefeld 72 mit 8:9. Besonders enttäuschend war das 10:10-Unentschieden am 18. November gegen Hamburg, einen Konkurrenten im Abstiegskampf. Nach fünf sieglosen Spielen hatte sich der SVL von Trainer Laslo Csanyi getrennt und als Nachfolger Sven Schulz verpflichtet. „Wir haben das Ziel, unsere Mannschaft so, wie sie ist, zu entwickeln – auch mit eigenen Spielern. Das sehen wir bei Sven Schulz, zudem arbeitet er sehr analytisch“, sagt Nagel zu den Erwartungen an den neuen Coach und betont, dass auch Csanyi sehr gute Arbeit geleistet habe, insbesondere was den Aufstieg angeht.

Mit Schulz gelang gegen Schlusslicht Köln der erste Sieg (16:4). Nun steht der SVL mit drei Punkten auf dem vorletzten Rang. Am 13. Januar beginnt mit dem Spiel gegen den Duisburger SV 98 die Rückrunde. „Die Chancen, dass wir uns in der Liga halten, sind sehr gut“, schätzt Nagel. Nur der Letzte (Platz 8) steigt direkt ab, der Vorletzte geht in das Relegationsturnier. Sollten die Ludwigsburger Platz sechs erreichen, würde der SVL sogar an der Aufstiegsrelegation teilnehmen. Dort steht derzeit Hamburg mit gerade mal einem Punkt Vorsprung.

Zur Vorbereitung plant der SVL ein Trainingslager in Nordrhein-Westfalen. Eigentlich hätte es in Ludwigsburg stattfinden sollen. „Ich hätte gedacht, dass wir als Bundesligist eine Trainingsmöglichkeit bekommen. Aber laut Stadt ist dies nicht möglich“, erklärt Nagel enttäuscht. Über Weihnachten und Neujahr bekommt das Team nun erst einmal frei.

HCL schuftet weiter

An freie Tage ist für die Hockey-Spieler des HC Ludwigsburg nicht zu denken. In der Hallen-Bundesliga wartet das Team von Coach Daniel Weißer noch immer auf den ersten Sieg. Lediglich einen Punkt haben die Rothemden nach vier Spielen auf dem Konto. „Wenn alle fit sind und an ihr volles Leistungsvermögen kommen, haben wir Chancen, Spiele zu gewinnen. Das ist uns bisher noch nicht gelungen“, sagt Coach Weißer.

Schlüsselspieler wie Torhüter Tobias Weißer, Raphael Schmidt oder Arne Huber hatten zeitweise mit Verletzungen zu kämpfen. Um das aufzufangen, fehlt es dem HCL-Kader an Breite. „Dann ist es super schwer für uns“, betont Weißer.

Am Samstag haben die Ludwigsburger in Nürnberg erneut die Chance auf den ersten Sieg. „Dann bräuchte ich keine Weihnachtsgeschenke mehr“, scherzt Weißer. Nach dem Nürnberg-Spiel hat der HCL Pause bis zum 6. Januar. Das Training geht allerdings weiter. „Die Pause kommt gelegen, aber wir müssen voll dabei bleiben.“ In Sachen Klassenverbleib sieht er noch alle Möglichkeiten. „Akut war die Abstiegsgefahr schon vor Saisonbeginn, das wird auch bis zum Schluss so bleiben. Aber es ist nicht so, dass ich sage, wir schaffen es auf keinen Fall.“ Mit der Mentalität seiner Mannschaft ist er zufrieden: „Die Jungs geben alles und kämpfen wie verrückt.“

Marco Jaisle
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