Wasserball
Ludwigsburg | 23. Januar 2018

Dem SV Ludwigsburg geht die Luft aus

Die Negativserie hält an: Der SV Ludwigsburg hat auch sein zweites Rückrundenspiel in der Wasserball-Bundesliga im Süd-Derby gegen den SC Neustadt mit 6:11 (1:2/3:2/1:2/1:5) verloren.

Ludwigsburgs Pavle Vukicevic (oben) im Duell mit Neustadts Laurence Tummings. Archivfoto: Baumann
Ludwigsburgs Pavle Vukicevic (oben) im Duell mit Neustadts Laurence Tummings. Archivfoto: Baumann

Es hatte etwas von einem Déjà-vu-Erlebnis bei den Ludwigsburger Wasserballern: Wie in der Partie zuvor gegen den Tabellenprimus Duisburger SV 98 hielt der SVL auch gegen den erfahrenen SC Neustadt lange mit, scheiterte aber am Ende an den eigenen Fehlern. Deutlich mehr hatte sich der Ludwigsburger Bundesligist für dieses Pro-B-Spiel vorgenommen und dementsprechend groß war die Enttäuschung bei den SVL-Beteiligten. „Uns hat am Ende die Disziplin und die Fitness gefehlt. Wir haben bis zum dritten Viertel gut gespielt, aber im letzten Viertel nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, resümierte SVL-Trainer Sven Schulz.

Verhaltener Beginn

Dabei ging der SVL zu Beginn fahrlässig mit seinen Chancen um: Zwei Überzahlspiele ließ man ungenutzt, aber auch die Gäste nutzten ihre Überzahlspiele nicht. Auf beiden Seiten fehlte es an Entschlossenheit und Kreativität. Die Gäste gewannen das erste Viertel mit 2:1. Das zweite Viertel verlief zunächst ähnlich: der SC Neustadt zog auf 4:2 davon, doch Torwart Josip Katusa hielt den Bundesligaaufsteiger im Spiel und durch Überzahltore von Torjäger Pavle Vukicevic und Kapitän Adrian Jakovcev gelang der Ausgleich (4:4). Hoffnung machte sich beim SVL breit. Nach der Halbzeitpause geriet das Spiel ins Stocken. Die Angriffe der beiden Mannschaften waren teilweise überhastet. Es war dann der SC Neustadt, der das dritte Viertel mit 6:5 für sich entschied.

Im letzten Viertel brach die Mannschaft um Trainer Sven Schulz zusammen: Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft und in der Abwehr die Abstimmung. „Wir haben im letzten Viertel zu viele individuelle Fehler gemacht, die schnell bestraft wurden“, erklärte Kapitän Jakovcev. Aktuell liegt der SVL nach neun Partien mit drei Punkten weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz der Pro B.

Bojan Mrdja
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