Leichtathletik
Bremen | 15. August 2017

Deutscher Meistertitel für Maginot

Bei der erst vierten Auflage der deutschen U 16-Einzel-Meisterschaften in Bremen glänzte der Leichtathletiknachwuchs des LAZ Ludwigsburg mit zwei Medaillengewinnen. Leonie Maginot wird völlig überraschend deutsche Meisterin über 80 Meter Hürden.

Leonie Maginot vom LAZ Ludwigsburg (links) schüttelt in neuer persönlicher Bestzeit über 80 Meter Hürden die Konkurrenz ab und wird deutsche Meisterin der Jugend U 16.Foto: Ralf Görlitz
Leonie Maginot vom LAZ Ludwigsburg (links) schüttelt in neuer persönlicher Bestzeit über 80 Meter Hürden die Konkurrenz ab und wird deutsche Meisterin der Jugend U 16.Foto: Ralf Görlitz

Mit ihrem Coup bescherte die Hürdensprinterin dem Leichtathletikzentrum Ludwigsburg das absolute Saisonhighlight. Die 15-jährige Schülerin der Sportbegabtenklasse am Otto-Hahn-Gymnasium, die seit dem vergangenen Schuljahr schon vom neuen Ludwigsburger Modell profitiert, präsentierte sich im hohen Norden in Topform.

Schon im Vorlauf der Mädchen wusste die Dritte der süddeutschen Meisterschaften bei leichtem Nieselregen in 11,72 Sekunden und mit der drittschnellsten Zeit aller Teilnehmerinnen zu überzeugen. Im Finale legte sie dann einen Blitzstart auf die Bahn und ließ die starke nationale Konkurrenz im Hürdenwald auch bis zum Zielstrich hinter sich. In 11,65 Sekunden schnappte die „Kleinste“ des Feldes den großen Favoritinnen den Titel weg und holte sich in persönlicher Bestzeit den deutschen Meistertitel.

Bronze für die LAZ-Mädchenstaffel

Bereits am ersten Wettkampftag ging die LAZ-Mädchenstaffel über 4 x 100 Meter ins Rennen. Die frisch gebackenen Südmeister wollten auch auf nationaler Ebene gut mitmischen. In der Besetzung Leonie Maginot, Taisha Bader, Yeliz Kars und Saphira Steil liefen sie dann auch als Zweite ihres Vorlaufs mit der viertschnellsten Zeit (49,62 Sekunden) aller Staffeln souverän ins A-Finale der besten acht Staffelteams.

Dass man auch auf der ungeliebten Außenbahn schnell laufen kann, zeigte dann das auf einer Position veränderte LAZ-Quartett (Naoèll Hope Häußermann kam für Yeliz Kars als Schlussläuferin ins Team) zum Abschluss des Meisterschaftswochenendes. Mit der besten Saisonleistung und drei klasse Wechseln liefen die LAZ-Mädels hinter Bayer Leverkusen (48,77 Sekunden) und dem SC Magdeburg (49,06 Sekunden) in 49,21 Sekunden auf den umjubelten Bronzeplatz.

Das 4 x 100-Meter-Staffelteam der Jungen musste im Vorlauf nach einem Wechselfehler die Hoffnungen auf eine Endlaufteilnahme begraben.

Eine weitere nationale Top-Platzierung schaffte Frederik Wolf im Stabhochsprung der 15-jährigen Jungen. Der frischgebackene süddeutsche Meister bestätigte mit der Einstellung seiner persönlichen Bestleistung von 3,90 Meter, die er im zweiten Anlauf meisterte, seine Formkurve und durfte sich über Platz fünf im Gesamtklassement freuen. Der deutsche Meistertitel ging an Jakob Torbohm (TSV Bayer Leverkusen/4,10 m).

Sprinterin Taisha Kyra Bader qualifizierte sich zudem als Zweite ihres 100-Meter-Vorlaufs in 11,82 Sekunden für das B-Finale und kam dort mit exakt der gleichen Zeit als Zweite und damit insgesamt als Zehnte ins Ziel.

Auf Rang zehn lief zudem Charlotte Römer über 3000 Meter der Mädchen W 15. Mit einer Steigerung um fünf Sekunden auf 10:43,03 Minuten überzeugte sie in einem sehr starken Feld. Yeliz Kars verpasste ebenfalls als Zehnte im Diskuswerfen das Finale der besten Acht mit einer Weite von 29,89 Metern.

von marko lindner
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