Hallenhockey
Ludwigsburg | 18. Dezember 2017

Dezimierter HCL wartet weiter auf den ersten Sieg

Der HC Ludwigsburg wartet nach vier Spieltagen in der 1. Hockey-Hallenbundesliga weiter auf den ersten Sieg: Beim SC Frankfurt 1880 kamen die Ludwigsburger am Samstag mit 2:7 (1:2) unter die Räder, gestern verlor der HCL gegen den Mannheimer HC mit 3:6 (0:3).

Schwerer Stand: Manuel Baitis (HCL, links) gegen Mannheims Timm Haase. Foto: Baumann
Schwerer Stand: Manuel Baitis (HCL, links) gegen Mannheims Timm Haase. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Der schmächtige Youngster Jonas Fischer zeigte bei seinem Heimdebüt gestern keine Ehrfurcht vor großen Namen: Der HCL-Nachwuchsakteur rempelte und stieß frech gegen die Meisterspieler des Mannheimer HC und kämpfte ausgebufft mit Haken und Ösen. Stammtorhüter Tobias Weißer warf sich bei seinem Hallendebüt nach überstandener Krankheit wie gewohnt wagemutig dem Gegner entgegen und Kapitän Severin Schmidt kämpfte einmal mehr für zwei.

Docheffektiv war der HCL nicht. „Manuel Baitis hat Magen-Darm-Probleme und Michael Josek schleppt sich mit Grippe durch“, klärte HCL-Präsident Hans-Joachim Schröter auf, „auf diesem Niveau haben wir so Probleme, vorne Chancen zu generieren.“

Zumal auch noch Hallenspezialist Arne Huber im Angriff fehlte. 0:3 stand es so zur Pause. Gute Hereingaben fanden vor dem Mannheimer Tor oft keinen Abnehmer. Severin Schmidt schlenzte dann nach 41 Minuten von der linken Seite einen Ball zum Anschluss ins Netz, doch postwendend legten die ohne ihre Nationalspieler angetretenen Gäste zum 4:1 nach. Immerhin verwandelte Raphael Schmidt nach dem 1:5 eine kurze Ecke von Felix Mayer zum 2:5, ehe der Filigrantechniker in der Schlussphase noch zum 3:5 abstaubte. In der Alleenhalle hatte aber der haushohe Favorit mit dem 6:3-Endstand den besseren Schluss auf seiner Seite.

Am Vortag verzichtete Trainer Daniel Weißer in Frankfurt ganz auf Michael Josek. Der HCL ging praktisch mit dem Anpfiff in Rückstand, ehe die Frankfurter sofort auf 2:0 erhöhten. Lukas Schurig gelang nach sechs Spielminuten der Anschlusstreffer, der bis zur Pause bestand haben sollte. „Die erste Halbzeit war ok, dann haben die Kräfte bei uns einfach nicht mehr gereicht“, konstatierte der Schröter. Die Ludwigsburger kamen erneut schlecht beim bis dato ebenfalls sieglosen Kontrahenten in die Partie: Die Hessen legten zu Beginn des zweiten Durchgangs sofort drei Tore zum 5:1 vor. „Ohne Arne Huber und Michi Josek ist es für uns schwierig, zu punkten“, bemerkte der HCL-Coach. Ludwigsburg kam nach einer Strafecke durch Severin Schmidt nach dem 1:6 immerhin noch zum 2:6, ehe die Rothemden mit einer 2:7-Packung als Tabellenletzter die Heimreise antreten mussten.

HCL: Michael Fischer, Tobias Weißer; Severin Schmid (2), Michael Josek, Gruber, Jonas Fischer, Raphael Schmid (2), Baitis, Mayer, Hanel, Bonner, Lukas Schurig (1), Koffler.

Klaus Teichmann
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