hockey
Ludwigsburg | 01. Oktober 2018

HC Ludwigsburg erntet viel Lob trotz der 3:4-Niederlage

Der HC Ludwigsburg hat in der 2. Feldhockey-Bundesliga erneut gegen ein Spitzenteam verloren: Am Samstag gelang den Ludwigsburgern beim 3:4 (1:4) gegen die Top-Mannschaft TSV Mannheim allerdings ein Achtungserfolg.

Zweikampf zwischen David Hanel (HCL, links) und Nils Grünenwald (Mannheim).Foto: Baumann
Zweikampf zwischen David Hanel (HCL, links) und Nils Grünenwald (Mannheim).Foto: Baumann

HCL-Vorstandsmitglied Michael Thum stieg nach Spielschluss gut gelaunt auf seinen Motorroller und brauste in den Spätsommerabend. Präsident Hans-Joachim Schröter ließ sich von der Heim-Niederlage gegen den Titelkandidaten ebenfalls die Laune nicht vermiesen: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir gegen einen so starken Gegner noch so zurückkommen.“ Auch der Cheftrainer war nicht arg betrübt. „Moral und Einstellung haben gestimmt“, sagte Daniel Weißer.

16 Sekunden ging es gut, dann war die HCL-Abwehr überwunden. Mannheims Nationalspieler Moritz Rothländer hatte zum 1:0 getroffen. Zu Beginn des zweiten Viertels erhöhte Max Weiher auf 2:0. Dann traf Nils Grünenwald. Auf den HCL schien nach der hohen Heimpleite gegen das Topteam aus Frankfurt erneut ein Debakel zuzukommen.

„Die Mannheimer machen nur wenige Fehler“, konstatierte der HCL-Trainer. Ludwigsburger Angriffe blieben lange Mangelware, die seltenen waren dann aber gefährlich. Vor der Pause gelang Michael Josek so der Anschlusstreffer. Nach der Pause erstickten die Mannheimer jedoch sofort jegliche aufkommende Spannung durch Aki Käppelers 4:1 im Keime.

„Die Schüsse sind viel härter und platzierter“, benannte HCL-Torwartdebütant Micha Fischer die Unterschiede nach seinem ersten Einsatz in der 2. Bundesliga. Im letzten Viertel ließ der gesättigte Gast dem Gastgeber dann freundlich die Platzherrenrolle: Michael Schurig nutzte eine Ecke und Kapitän Severin Schmidt einen Siebenmeter – 3:4. Neun Minuten spielten die tapferen „Rothemden“ dann tatsächlich um den Ausgleich. Fünf ohne Keeper.

„Insgesamt geht der Sieg des TSV absolut in Ordnung“, hielt Daniel Weißer hinterher fest, „unser junger Torwart hat eine gute Leistung hingelegt, die Gegentore kann er nicht halten.“

HCL: M. Fischer, Kniebühler – Binder, S. Schmidt (1), R. Schmidt, Thum, Brönnimann, Roura, Baitis, Rauber, Mayer, Bonner, Huber, Schurig (1), Josek (1), J. Fischer.

Klaus Teichmann
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