Ludwigsburg | 08. Januar 2018

HC Ludwigsburg schöpft neuen Mut

Daniel Weißers Hallenhockey-Bundesliga-Team punktet in München und hält mit Spitzenteam TSV Mannheim gut mit

HCL-Akteur Michael Josek (rechts) im Duell mit Mannheims Kei Käppler.Foto: Baumann
HCL-Akteur Michael Josek (rechts) im Duell mit Mannheims Kei Käppler.Foto: Baumann

Ludwigsburg. Der HC Ludwigsburg hat sich am Samstagabend in der Hockey-Hallenbundesliga beim 2:4 (1:2) gegen den Tabellenführer TSV Mannheim mit einer guten Leistung in Form gebracht, ehe das Schlusslicht gestern beim Tabellenvorletzten Münchner SC mit einem 4:4 (1:3) punktete. „Wir sind noch dabei“, fasste Trainer Daniel Weißer das Wochenende zusammen, „wir sind optimistisch, dass wir den Ligaverbleib schaffen.“

Der Letzte kam gestern beim Vorletzten schlecht in die Partie: Der HCL lag in München nach nach vier Minuten 0:2 hinten. Michael Josek verkürzte in der achten Spielminute. Die Weißer-Schützlinge kassierten noch vor der Pause das 1:3 nach einer kurzen Ecke. Die sieglosen Rothemden bestachen jedoch durch einen starken Willen und gaben nie auf: Mit einem Doppelschlag verkürzte Lukas Schurig, ehe Arne Huber nervenstark von der Siebenmetermarkierung egalisierte. Doch der HCL handelte sich wieder nach einer Strafecke einen Rückstand ein, ehe Manuel Baitis die Aufholjagt in der Schlussphase mit dem 4:4-Ausgleich endgültig krönte. „Wir haben gut verteidigt, unsere Konter aber schlecht gespielt“, fand der Chefcoach, „den Punkt haben wir uns verdient.“

HCL-Keeper Tobias Weißer hielt die Seinen am Vortag mit einer überragenden Leistung lange gegen den Ligakrösus aus Mannheim im Spiel. Torjäger Arne Huber hatte die Gastgeber früh vor 600 Zuschauern in Führung gebracht, ehe die Gäste bis zur Halbzeit zwei Treffer zur 2:1-Pausenführung vorlegten. Mit warmem Applaus verabschiedeten die HCL-Anhänger ihre Lieblinge nach einem starken Durchgang in die Kabine.

In Hälfte zwei verpasste Josek nur knapp, ehe Baitis dann einen Traumpass von Raphael Schmidt zum 2:2 direkt abnahm. Eine packende Partie entwickelte sich, Torhüter Weißer warf sich in eine kurze Ecke – sein Torwarthelm zersplitterte. Dann vergab Huber, ehe Weißer mit repariertem Helm die nächste Parade hinlegte. Zu ungestüm stürmte Raphael Schmidt schließlich in Unterzahl nach vorne, ehe sein Ballverlust zum 2:3 führte. „Als Team haben wir eine starke Leistung gebracht“, betonte der Teufelskerl im Tor. Am Diensta (20:30 Uhr) testet der HCL in der Alleenhalle gegen die portugiesische Nationalmannschaft, die sich in Ludwigsburg derzeit auf die Hallen-EM vorbereit.

HCL: Kniebühler, T. Weißer; S. Schmidt, Josek (1), Huber (2), R. Schmidt, Baitis (2), Mayer, Koffler, Hanel, Fischer, Bonner, Schurig (1), Stumpp.

KLaus Teichmann
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