FeldHockey
Ludwigsburg. | 10. September 2018

HC Ludwigsburg startet Saison mit Heimschlappe

Der HC Ludwigsburg hat die Überraschung gegen den Vorjahreszweiten SC Frankfurt 1880 in der 2. Feldhockey-Bundesliga nicht geschafft: Die Ludwigsburger kassierten auf ihrer heimischen Anlage nach einer sehr guten ersten Spielhälfte eine hohe 2:7 (1:1)-Niederlage.

HCL-Neuzugang Nil Roura vermochte noch keine großen Akzente zu setzen. Foto: Baumann
HCL-Neuzugang Nil Roura vermochte noch keine großen Akzente zu setzen. Foto: Baumann

Die Blicke der HCL-Akteure gingen zu Boden nach dem Schlusspfiff, betretenes Schweigen herrschte bei der Ansprache von Ludwigsburgs-Coach Daniel Weißer direkt nach Spielende. So hatten sich die Rothemden den Rundenstart nicht vorgestellt.

„Das Ergebnis ist bitter“, konstatierte der Trainer, „aber wenn man im Kreis so schwach verteidigt, insbesondere bei Ecken, dann kann man nicht gewinnen.“ Dabei präsentierten sich die Weißer-Schützlinge bei prächtigem Sommerwetter auf dem Fuchshof lange vor knapp 300 Zuschauern bestens eingestellt. „Wir waren in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe“, erklärte der Chefcoach richtig.

Die Ludwigsburger markierte durch Youngster Manuel Baitis die Führung in der vierten Minute und hatten sogar noch die Großchance zum 2:0. Doch der nächste Treffer fiel auf der anderen Seite: Die Frankfurter nutzten ihre erste Ecke zum 1:1-Ausgleich. SC-Torschütze Moritz Schmidt-Opper sollte nach dem leistungsgerechten Remis zur Halbzeit nach der Pause noch mächtig zuschlagen: Der vierfache Frankfurter Torschütze nutzte insgesamt gleich drei Ecken und einen Siebenmeter gegen eine arg schwache HCL-Eckenabwehrarbeit.

Nach dem 1:5 in der 48. Minute war die Partie längst gelaufen, die Ludwigsburger hatten sich selbst um die Früchte ihrer Arbeit gebracht und rieben sich in müßigen Diskussionen mit den Unparteiischen auf.

Auch HCL-Kapitän Severin Schmidt konnte als Feldspieler mit Torwartrechten die hohe Heimpleite am Ende nicht mehr verhindern. „Wir haben uns viel vorgenommen und es auch sehr gut gemacht“, meinte Rückkehrer Adrian Thum nach dem Schlusspunkt zum 2:7-Endstand von Felix Rauber nach 60 Spielminuten, „die Frankfurter waren aber vorne einfach eiskalt und wir umso harmloser – dennoch fühle es sich für mich sehr gut, wieder hier zu sein.“

HCL: Tobias Weißer, Kniebühler – Severin Schmidt, Raphael Schmidt, Thum, Brönnimann, Meyer, Roura, Baitis (1), Rauber (1), Mayer, Huber, Bonner, Fischer, Lukas Schurig, Matthias Schurig.

Klaus Teichmann
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige