Wasserball
Ludwigsburg | 05. Dezember 2017

Ludwigsburg gelingt der Befreiungsschlag

Es war der lang ersehnte Sieg: Die Bundesliga-Wasserballer des SV Ludwigsburg holen im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Sven Schulz mit einem 16:4 gegen Schlusslicht SGW Rhenania Köln den ersten Saisonsieg.

Stefan Blanks SVL hatte gegen die Kölner wenig Mühe. Foto: Baumann
Stefan Blanks SVL hatte gegen die Kölner wenig Mühe. Foto: Baumann

Groß war der Jubel bei den SVL-Wasserballern: Erstmals nach dem Bundesligacomeback nach 40 Jahren fuhr der SV Ludwigsburg einen Sieg in der Wasserball-Bundesliga ein. Mit dem Triumph über das Ligaschlusslicht aus Köln feierte auch der neue Trainer Sven Schulz einen gelungenen Einstand. „Die Jungs haben füreinander gekämpft. Wir haben trotz missglückter Aktionen unser Spiel weitergemacht“, lobte der neue Mann seine Mannschaft nach dem Spiel. Unter der Woche hatte er erst das Amt von Laszlo Csanyi übernommen.

Gegen die Rheinländer begannen die Ludwigsburger noch etwas holprig: Zwar nutzte der SVL alle Überzahlspiele durch Tore von Bosko Krivicic, Djordje Milojkovic und Kapitän Adrian Jakovcev aus, doch aufgrund überhasteter Aktionen im Angriff kamen die Gäste wieder auf 3:2 heran.

Im zweiten Viertel fanden die Kölner Wasserballer gegen die SVL-Abwehr und Torwart Josip Katusa keine Mittel. Der SV Ludwigsburg spielte wie in einen Rausch und schoss sechs Tore, ohne ein Gegentor zu kassieren. „Im ersten Viertel mussten wir uns etwas abtasten. Im zweiten Viertel haben wir durch eine gute Verteidigung besser in unser Spiel gefunden. Vor allem unser Centerverteidiger Miloslav Aleksic hatte den Kölner Center Igor Cagalinec gut im Griff gehabt“, erklärte Trainer Schulz.

Ähnlich verlief das dritte Viertel: Jakovcev erhöhte mit einem sehenswerten Doppelpack auf 11:2, ehe Pavle Vukicevic noch einen draufsetzte (12:2). Der SGW Rhenania Köln schien im Angriff die Luft auszugehen, so dass ihr auch im dritten Viertel kein Tor gelingen sollte. Das letzte Viertel eröffneten die Gäste dann mit einem Treffer durch Jakob Otten zum 12:3, doch SVL-Nachwuchsspieler Tim Kraut erhöhte kurz darauf mit seinem ersten Bundesligator auf 13:3. Die restlichen Minuten spielte der SVL routiniert herunter, so dass ein ungefährdeter 16:4-Sieg zu Buche stand.

Kapitän Jakovcev war nach dem ersten Saisonsieg erleichtert: „Der Sieg gegen Köln ist gut für unser Selbstvertrauen. Umso erfreulicher ist, dass wir die Vorgaben von unseren neuen Trainer Sven Schulz umsetzen und als Mannschaft harmonieren konnten. Ich gehe mit einem guten Gefühl die nächsten Saisonspiele an.“

Am 16.12. steht für die Mannschaft um Kapitän Jakovcev das letzte Bundesligaspiel in der Hinrunde gegen SC Wedding Berlin um 19 Uhr im Stadionbad an. Ein Sieg gegen das Berliner Top-Bundesliga Team wäre für den Klassenerhalt wichtig. Dem ist sich auch der neue Mann am Beckenrand Sven Schulz bewusst. Aktuell stehen die Ludwigsburger nach sechs gespielten Partien mit einem Sieg und einem Unentschieden auf dem siebten von acht Plätzen in der Pro B der Wasserball-Bundesliga. Die Kölner stecken währenddessen weiterhin punktlos am Tabellenende fest.

Bojan Mrdja
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige