Wasserball
Ludwigsburg | 22. November 2017

SV Ludwigsburg weiter ohne Sieg

Wasserballer verspielen beim 10:10 gegen Hamburg eine Vier-Tore-Führung

Adrian Jakovcev.Foto: Baumann
Adrian Jakovcev.Foto: Baumann

Der erste Saisonsieg war zum Greifen nah: Der SV Ludwigsburg kam im dritten Saisonspiel der Wasserball-Bundesliga gegen den SV Poseidon Hamburg trotz einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung nicht über ein 10:10 hinaus.

Mit hängenden Köpfen verließen die Ludwigsburger Wasserballer nach dem Schlusspfiff das Stadionbad: Mehrmals hatte der Bundesligaaufsteiger den Sieg in der Hand. SVL-Trainer Laszlo Csanyi war die Enttäuschung anzumerken: „Ein Sieg wäre auf jeden Fall drin gewesen. Wir hätten nach der 8:4-Führung den Sack zumachen müssen.“

Dabei spielte der SVL vor knapp 100 Zuschauern im Stadionbad von Beginn an groß auf und lag im dritten Viertel sogar mit 8:4 in Front. In der Folge ließ jedoch die Konzentration der eigenen Abwehr nach und Hamburg kam mit zwei Überzahltoren und einem Treffer durch Vincent Hebisch auf 8:7 heran.

Mit 9:8 für die Ludwigsburger ging es dann ins Schlussviertel. In diesem war der SVL sogar am Rande einer Niederlage: Mit seinem siebten Tor im Spiel schoss Hebisch nach seinem 9:9-Ausgleich die Hamburger zur 10:9-Führung, doch SVL-Center Filip Zugic glich zum 10:10 aus. 30 Sekunden vor Spielende war dann wiederum der Sieg für den SVL greifbar: Poseidon-Torwart Abel Müller verursachte einen Strafwurf. Vorfreude auf einen möglichen Sieg machte sich bereits im Stadionbad breit, doch Müller hielt den Strafwurf von Kapitän Adrian Jakovcev.

„Leider haben uns individuelle Fehler in der Abwehr und im Angriff den Sieg gekostet“, kommentierte Jakovcev. Fehler, die die Ludwigsburger Bundesligawasserballer beim Doppelspieltag am kommenden Wochenende abstellen müssen: Mit den Favoriten SV Krefeld und Duisburger SV 1898 erwarten den SVL zwei schwere Brocken.

Bojan Mrdja
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