Ludwigsburg | 05. September 2018

Startschuss in württembergischen Ringerligen

Am Samstag fällt in den württembergischen Ringerligen der Startschuss für die neue Saison. In der Oberliga will der RSV Benningen möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. In der Verbandsliga Württemberg strebt der KSV Neckarweihingen einen Spitzenplatz an.

Maciej Balawender (rot) bleibt RSV Benningen treu.Foto: bm
Maciej Balawender (rot) bleibt RSV Benningen treu.Foto: bm

Der RSV Benningen empfängt zum Auftakt den SV Fellbach (20 Uhr, Gemeindehalle). Der KSV Neckarweihingen trifft auf den AC Röhlingen (19.30 Uhr, Friedrich-Keller-Schule).

Mit dem nahezu kompletten Kader aus dem Vorjahr und drei starken Neuzugängen wollen sich die Benninger im württembergischen Oberhaus behaupten. „Die Liga ist stark besetzt. Die KG Baienfurt/Ravensburg dürfte klar favorisiert sein, dahinter kann wohl jeder jeden schlagen“, lautet die Einschätzung des sportlichen Leiters Bert Kluge. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, fügt der RSV-Vorsitzende Marc Heinrich hinzu.

Lange sah es so aus, als ob keine Neuzugänge den Weg an den Neckar finden würden, doch nun hat Coach Jens Barth mit Stoyko Rusev (61 kg/Freistil), Carsten Kopp (86 kg/Freistil) und Heimkehrer Robin Reißinger (66 kg/griechisch-römisch) drei bärenstarke Athleten im Kader. Mit Philipp Reichert, Henry Kluge, Marcel Flick, André Flick und Fabio Sax zählen gleich fünf Eigengewächse zum Stamm des Oberliga-teams. „Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Trainer Jens Barth, der sich freut, dass auch Arkadiusz Gucik und Maciej Balawender dem Verein trotz einiger Angebote weiterhin die Treue halten.

Der 38-jährige Bulgare Stoyko Rusev lebt seit mehreren Jahren in Deutschland und belegt somit keinen der beiden Ausländerplätze. In der Bundesliga kämpfte Rusev unter anderem für den KSV Witten, den KSV Ketsch und die RKG Freiburg 2000. Zuletzt war der Freistil-Spezialist im Trikot des bayerischen Landesligisten KSV Bamberg kaum zu bezwingen. Auf Empfehlung seines Freundes Dragan Markovic kam nun der Wechsel nach Benningen zustande.

Einen „Kracher“ können die RSV-Verantwortlichen mit dem 27-jährigen Carsten Kopp präsentieren – der Neuzugang vom Bundesligisten TuS Adelhausen erkämpfte in seiner bisherigen Laufbahn bei den deutschen Meisterschaften im freien Stil mehrere Medaillen und belegte bei der Junioren-WM 2011 einen hervorragenden fünften Platz. „Mit Stoyko und Carsten haben wir uns im Freistil-Bereich erheblich verstärken können und sind nun auch in der Aufstellung nicht mehr so leicht auszurechnen“, freut sich Kluge über die beiden Neuzugänge.

Große Freude herrschte im RSV-Lager über die Rückkehr von Routinier Robin Reißinger, der es nach einem Gastspiel beim Landesligisten KVA Remseck nochmals wissen will und beim RSV im Limit bis 66 Kilogramm auf die Matte gehen wird.

Aufsteiger haben sich gut verstärkt

In der Verbandsliga Württemberg strebt der KSV Neckarweihingen einen Spitzenplatz an. Die KSV-Riege um das Trainerduo Tim Schmidt und Edgar Thomas trifft dabei auf den AV Hardt, den TSV Herbrechtingen, den SV Dürbheim, die TSG Nattheim, den SC Korb sowie auf die Aufsteiger KV Plieningen, AC Röhlingen und TSVgg Münster.

„Das wird eine ausgeglichene Saison, wobei ich den TSV Herbrechtingen ganz vorne sehe. Auch die Aufsteiger haben sich gut verstärkt“, lautet die Einschätzung von KSV-Coach Tim Schmidt.

Mit Przemyslaw Maczak, Beat Schaible, Johann Penner und Routinier Safet Ferad konnten die erfolgreichsten Punktesammler des Vorjahres in Neckarweihingen gehalten werden und auch in dieser Saison hoffen die KSV-Verantwortlichen auf einige Punkte dieses Quartetts.

Die Lücke im Limit bis 57 Kilogramm wurde mit dem jungen Kirchheimer Emre Sagir geschlossen, der im Vorjahr in der Bezirksklasse zu den erfolgreichsten Punktesammlern der Liga zählte. Neu beim KSV sind auch Marcel Gabriel (vom TSV Meimsheim), Sascha Giese (vom AV Zella-Mehlis), Christian-Dan Margulescu und Keven Szulderits (beide ohne Verein).

Hans-Michael Raiser
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