Wasserball
Ludwigsburg | 01. Juli 2017

Und plötzlich winkt die erste Liga

Mit diesem Saisonfinish hatte niemand aus der Wasserballabteilung des Schwimmvereins 08 Ludwigsburg gerechnet. Die 1. Mannschaft des SVL kann sich aufgrund mehrerer Absagen besser platzierter Mannschaften für die deutsche Wasserball-Liga (DWL) qualifizieren.

Bojan Mrdja hofft mit dem SV Ludwigsburg auf eine Überraschung bei den Aufstiegsspielen in Köln. Foto: Baumann
Bojan Mrdja hofft mit dem SV Ludwigsburg auf eine Überraschung bei den Aufstiegsspielen in Köln. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Schon vor zwei Wochen war bekanntgeworden, dass das für den 1. und 2. Juli vorgesehene Aufstiegsturnier zur DWL auf eine Dreierrunde schrumpfen würde. Der Grund: Nach dem Teilnahmeverzicht von Zweitligameister SpVg Laatzen und Vizemeister SC Hellas-99 Hildesheim verzichtete die Landesgruppe Nord auf das vorgesehene Viererturnier.

Probleme bei der Teilnehmersuche hatte auch die Landesgruppe Süd: Hier konnte nach einer Absageflut namhafter Vereine am Ende mit dem SV Ludwigsburg erst der Meisterschaftsfünfte der 2. Wasserball-Liga Süd für eine Teilnahme gewonnen werden.

Doch um künftig tatsächlich in der ersten Liga antreten zu dürfen, muss das Team um Trainer Laszlo Csany und Adrijan Jakovcev heute in Köln im Aufstiegsturnier eine Glanzleistung hinlegen. Gegner werden die SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln und der SV Zwickau 04 sein. Zwei von drei Mannschaften steigen auf, was wiederum bedeutet, dass mindestens ein Spiel gewonnen werden muss.

„Wir sind klarer Außenseiter. Die anderen beiden Mannschaften konnten sich bereits vor Saisonstart darauf einstellen, dass um den Aufstieg mitgespielt wird. Dies war bei uns nicht der Fall“, meinte SVL-Abteilungsleiter Jan Wörsinger. Köln habe zudem den Heimvorteil, der nicht zu unterschätzen sei. Trotzdem zeigt sich Wörsinger optimistisch: „Wir werden sehen, wie unser Team mit dieser Aufgabe umgeht. Unsere Jungs können ohne jeglichen Druck in das Turnier gehen, eventuell ist dies unser Vorteil.“

Spieler und einige Offizielle haben die Fahrt nach Köln schon gestern angetreten. „Wir haben noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt. Der Aufstieg wäre natürlich eine schöne Sache, allerdings machen wir von Vereinsseite aus den Jungs keine Vorgaben“, sagte Vizepräsident Matthias Nagel, der aus eigener Erfahrung um den Reiz des Wettbewerbs weiß: „Solche Spiele sollte man trotz hohem Druck mit Spaß bestreiten. Die Chance, so ein Turnier in seiner Laufbahn bestreiten zu dürfen, haben nur wenige Spieler.“

Info: Der SVL trifft heute um 10.30 Uhr zunächst auf die SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln. Um 14.15 Uhr steht die zweite Partie gegen SV Zwickau 04 auf dem Programm. Spielstätte ist das Leistungszentrum Müngersdorf, Guts-Muths-Weg 1, in Köln.

von andreas steimann
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