Wasserball
Ludwigsburg | 17. April 2018

Wasserballspiel erst nach 57 Toren entschieden

Ludwigsburg. Der SV Ludwigsburg verlor auch das zweite Spiel in der Best-of-three Serie um Platz fünf gegen SV Krefeld. Nach torreichem Fünfmeterschießen unterlag der SVL mit 28:29 und beendet die Wasserball-Bundesligasaison damit auf Platz 6.

Der Ball von Tim Kraut donnerte an die Latte. Es war der 39. Wurf im Fünfmeterschießen, der nach einem 10:10-Unentschieden in der regulären Spielzeit den sechsten Platz gegen den SV Krefeld besiegelte. Selten fielen so viele Tore – sagenhafte 57 – nach Fünfmeterwerfen in einer Wasserballpartie.

„Ich habe so etwas Ähnliches in meiner Wasserballkarriere noch nie erlebt. Auch in der Zeit meines Vaters trat dies nicht auf“, sagte Ludwigsburger Wasserball-Urgestein Dieter Gscheidle, der in den 80er und 90er in der Bundesliga aktiv war.

Dank einer gefestigten Verteidigung und einer guten Überzahlquote ging die Mannschaft um Trainer Sven Schulz mit einer 6:5-Führung in die Halbzeit. Danach war das Spiel an Spannung kaum zu überbieten. Bosko Krivicic erhöhte auf 7:5, ehe Krefeld doch noch zum 8:8 ausglich. Zwar erhöhte Routinier Milosav Aleksic für die Ludwigsburger (9:8), doch wenig später wurde Bosko Krivicic des Spiels verwiesen. Das Chaos in der Abwehr bestrafte Krefeld mit der 10:9-Führung.

Nur acht Sekunden vor der Schlusssirene beförderte Kapitän Adrian Jakovcev mit dem 10:10-Ausgleich den SVL ins Fünfmeterschießen, welches sich bis in die fünfte Runde erstreckte.

Bojan Mrdja
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