22. April 2012

Bahrain-Sieger Vettel: «Der perfekte Sonntag»

Sakhir (dpa) - Fragen an Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel nach dem Sieg beim Großen Preis von Bahrain:

Genießer
Sebastian Vettel genießt seinen Sieg beim Großen Preis von Bahrain. Foto: Valdrin Xhemaj
dpa

Wie erleichtert sind Sie nach ihrem ersten Saisonsieg?

Vettel: «Ich bin sehr glücklich, das hatten wir zu Beginn des Wochenendes nicht erwartet. Ich habe mich viel besser im Auto gefühlt. Lotus war sehr stark, stärker als viele erwartet hatten. Alles in allem der perfekte Sonntag.»

Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Vettel: «Es war ein unglaubliches Rennen, extrem hart. Wir hatten einen sehr guten Start, das hat sich als großer Vorteil erwiesen. So konnte ich davonziehen. Danach mussten wir immer einen gebrauchten Satz Reifen aufziehen, weil wir schon alle in der Qualifikation benutzt hatten. Kimi war sehr schnell, es war schwer. Irgendwie hat er immer einen Reifenhändler gefunden, der ihm ganz frische Reifen verkauft hat.»

Warum konnten Sie am Ende den Vorsprung über die Runden retten?

Vettel: «Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Die Strategie, alles schien zu funktionieren. Ich war erleichtert, dass Kimi zum Schluss in die gleichen Probleme mit den Reifen kam wie ich. Deshalb hat es knapp gereicht.»

Was war die Grundlage für die Rückkehr in die Erfolgsspur?

Vettel: «Die Jungs haben einen tollen Job gemacht. Wir waren zuletzt nicht glücklich mit dem Auto. Wir haben eine Menge Stunden in der Garage verbracht. Ein paar Handgriffe hier und da. Diesmal haben wir es zum ersten Mal alles zusammengebracht.»

Vier verschiedene Sieger in vier Rennen - was halten Sie davon?

Vettel: «Es ist eine sehr enge Saison, die Autos liegen sehr eng beieinander. Es ist ein Auf und Ab. Kleine Dinge können viel ausmachen. Wir dachten, McLaren sei hier das mit Abstand beste Auto. Aber am Sonntag kann das Bild ganz anders sein, das haben wir gesehen. China war für uns eine sehr gute Lektion, als wir zwei verschiedene Modelle gefahren sind. Aber man muss auf so viele Dinge achten. Ich bin immer noch nicht ganz sicher, wie konkurrenzfähig wir wirklich sind. Im Moment bin ich einfach glücklich, egal, was im nächsten Renen passiert.»

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