25. März 2013

Immer wieder Zoff zwischen Vettel und Webber

Sepang (dpa) - Ziemlich beste Freunde werden Sebastian Vettel und sein Formel-1-Teamkollege Mark Webber wohl nicht mehr. Seit 2010 sind die beiden Red-Bull-Piloten immer wieder aneinandergeraten. Die Chronologie einer schwierigen Beziehung: Türkei 2010: Der erste Eklat. In Runde 40 will Vettel am führenden Webber vorbei. In Kurve zwölf kommt es zum Crash. Vettel ist draußen, Webber rettet Platz drei. Nach dem Aussteigen zeigt Vettel den Vogel - und meint wohl seinen Teamkollegen. Beide schieben sich gegenseitig die Schuld am Unfall zu. Vier Tage später verkündet das Team nach einem «Friedensgipfel» per Pressemitteilung die Versöhnung. Silverstone 2010: Der Frieden hält nicht lange. Webber beschwert sich öffentlich über eine Benachteiligung, weil er einen neuen Frontflügel an Vettel abtreten muss. Nach seinem Sieg legt der Australier am Boxenfunk nach. «Nicht schlecht für eine Nummer zwei, wie?», tönt Webber. Später stellt er seine Vertragsverlängerung infrage. Vettel ist irritiert. Die Teamführung beschwichtigt. Brasilien 2010: Der in der WM besser platzierte Webber ist verärgert, dass Vettel das vorletzte Saisonrennen in Sao Paulo gewinnen darf. Er hatte auf Schützenhilfe des Deutschen und des Teams gehofft. Abu Dhabi 2010: Vettels sensationeller Triumph lässt Webbers Traum vom Titel platzen. Das hinterlässt Wunden. Silverstone 2011: Nach sechs Siegen in den ersten acht Rennen fährt Vettel klar auf Titelkurs. Auf den Schlussrunden beim britischen Grand Prix ignoriert Webber die Anweisungen des Teams und attackiert Vettel heftig. Teamchef Horner bittet zur Aussprache. Brasilien 2012: Im Finalthriller ist Webber seinem Stallrivalen keine Hilfe - im Gegenteil. Am Start drängt er Vettel ab, der kollidiert wenig später mit Bruno Senna und fällt auf den letzten Platz zurück. Nur dank einer furiosen Aufholjagd wird Vettel zum dritten Mal Champion. «Mark war nicht optimal kooperativ», urteilt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko. Malaysia 2013: Der Burgfrieden ist zerstört. Vettel ignoriert einen Befehl von der Box und zwängt sich in der 46. Runde am führenden Webber vorbei. Der ist stocksauer, Teamchef Horner auch. «Ich habe einen großen Fehler gemacht», gesteht Vettel.

Überholmanöver
Sebastian Vettel (l) überholt mit einem Riskanten Manöver seinen Teamkollegen Mark Webber. Foto: Hazrin Yeob Men Shah
dpa

Sepang (dpa) - Ziemlich beste Freunde werden Sebastian Vettel und sein Formel-1-Teamkollege Mark Webber wohl nicht mehr. Seit 2010 sind die beiden Red-Bull-Piloten immer wieder aneinandergeraten. Die Chronologie einer schwierigen Beziehung:

Türkei 2010: Der erste Eklat. In Runde 40 will Vettel am führenden Webber vorbei. In Kurve zwölf kommt es zum Crash. Vettel ist draußen, Webber rettet Platz drei. Nach dem Aussteigen zeigt Vettel den Vogel - und meint wohl seinen Teamkollegen. Beide schieben sich gegenseitig die Schuld am Unfall zu. Vier Tage später verkündet das Team nach einem «Friedensgipfel» per Pressemitteilung die Versöhnung.

Silverstone 2010: Der Frieden hält nicht lange. Webber beschwert sich öffentlich über eine Benachteiligung, weil er einen neuen Frontflügel an Vettel abtreten muss. Nach seinem Sieg legt der Australier am Boxenfunk nach. «Nicht schlecht für eine Nummer zwei, wie?», tönt Webber. Später stellt er seine Vertragsverlängerung infrage. Vettel ist irritiert. Die Teamführung beschwichtigt.

Brasilien 2010: Der in der WM besser platzierte Webber ist verärgert, dass Vettel das vorletzte Saisonrennen in Sao Paulo gewinnen darf. Er hatte auf Schützenhilfe des Deutschen und des Teams gehofft.

Abu Dhabi 2010: Vettels sensationeller Triumph lässt Webbers Traum vom Titel platzen. Das hinterlässt Wunden.

Silverstone 2011: Nach sechs Siegen in den ersten acht Rennen fährt Vettel klar auf Titelkurs. Auf den Schlussrunden beim britischen Grand Prix ignoriert Webber die Anweisungen des Teams und attackiert Vettel heftig. Teamchef Horner bittet zur Aussprache.

Brasilien 2012: Im Finalthriller ist Webber seinem Stallrivalen keine Hilfe - im Gegenteil. Am Start drängt er Vettel ab, der kollidiert wenig später mit Bruno Senna und fällt auf den letzten Platz zurück. Nur dank einer furiosen Aufholjagd wird Vettel zum dritten Mal Champion. «Mark war nicht optimal kooperativ», urteilt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

Malaysia 2013: Der Burgfrieden ist zerstört. Vettel ignoriert einen Befehl von der Box und zwängt sich in der 46. Runde am führenden Webber vorbei. Der ist stocksauer, Teamchef Horner auch. «Ich habe einen großen Fehler gemacht», gesteht Vettel.

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