10. April 2012

BVB bereit für die Bayern: 3:1 in Wolfsburg

Wolfsburg (dpa) - Der deutsche Meister Borussia Dortmund hat sich mit einem 3:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg für das Spitzenspiel gegen Bayern München eingeschossen.

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund
BVB-Torjäger Robert Lewandowski (r) brachte seine Borussia mit 1:0 in Führung. Foto: Dominique Leppin
dpa

Unmittelbar nach dem 23. Spiel ohne Niederlage in Serie in der Fußball-Bundesliga skandierten die BVB-Fans bereits den beliebten Gassenhauer, in dem das Ausziehen der bayrischen Lederhosen gefordert wird. «Deutscher Meister wird nur der BVB» legten die gut 6000 Dortmunder Fans in der mit 30 000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen-Arena nach.

Nach Toren von Robert Lewandowski (22. Minute/90.) und Ilkay Gündogan (49.) bei einem Gegentor durch Wolfsburgs Mario Mandzukic (69.) hielt Dortmund Verfolger München auf Distanz. Mit 66 Punkten und drei Zählern Vorsprung gehen die Westfalen in das Gipfeltreffen am Mittwoch. «Da wollen wir den 80 000 ein Spektakel bieten», kündigte BVB-Coach Jürgen Klopp an.

Von einer möglichen Vorentscheidung zugunsten seiner Borussia im Falle eines Sieges wollte er aber noch nichts wissen. «Meines Wissens sind danach noch vier Spiele und damit zwölf Punkte zu vergeben. Wir spielen noch gegen Schalke und Gladbach, also gibt es meiner Meinung nach am Mittwoch keine Vorentscheidung. Und das ist für mich ehrlich gesagt die einzig relevante Meinung», sagte Klopp.

Dank etwas Glück und beeindruckender Effizienz zeigte sich sein Team bei starken Wolfsburger bereits gut gerüstet für den Hit. Ob Ivan Perisic indes mitwirken kann, ist noch unklar. Der Kroate klagte nach dem Spiel über muskuläre Probleme und musste vorzeitig ausgewechselt werden. «Wie schnell das jetzt bei ihm geht, weiß ich nicht», sagte Klopp. Der ins Training zurückgekehrte Mario Götze wurde nach dessen Schambeinentzündung noch geschont.

VfL-Coach Felix Magath war nach der ersten Pleite nach zuvor vier siegreichen Spielen bedient. «Ich bin mit den ersten 45 Minuten nicht zufrieden. Wir hatten zu viel Respekt vor dem Meister», haderte Magath, der in der Schlussphase Innenverteidiger Alexander Madlung durch eine Gelb-Rote Karte (84.) nach wiederholtem Foulspiel verlor.

Völlig unbeeindruckt vom turbulenten 4:4 in der Vorwoche gegen Stuttgart spielten die Gäste von Beginn an ihren gefürchteten schnellen und kombinationssicheren Angriffsfußball. Vor dem Führungstor überlief Perisic die aufgerückte Wolfsburger Abwehr und passte flink vor das Tor, wo Lewandowski souverän einschob.

Der Meister von 2009 bot dem aktuellen Titelträger aber munter Paroli. Allein Mandzukic vergab mehrere gute Chancen. Dies rächte sich kurz nach dem Wechsel. Wolfsburg bekam den Ball nicht aus dem Strafraum, Gündogan bedankte sich und schlenzte ins lange Eck. Noch immer war der VfL nicht besiegt. Erst mit seiner dritten Großchance gelang Mandzukic schließlich sein zwölftes Saisontor. Nach einer Flanke des erneut starken Ashkan Dejagah köpfte der Kroate ins Netz.

Davon beflügelt setzte der VfL die Gäste noch einmal mächtig unter Druck. Selbst in der Schlussphase mit zehn Mann erspielten sich die Wolfsburger einige Chancen, ließen aber auch die besten Möglichkeiten ungenutzt. Lewandowski machte es besser und vollendete einen BVB-Konter in der Schlussminute zum Endstand und seinem 19. Saisontor.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 45,7 - 54,3

Torschüsse: 11 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 45,7 - 54,3

Fouls: 17 - 9

Ecken: 5 - 6

Quelle: optasports.com

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