23. Mai 2012

Blatter: FIFA «in ruhigem Gewässer»

Budapest (dpa) - Vor dem FIFA-Kongress in Budapest sieht Präsident Joseph Blatter den Fußball-Weltverband nach den jüngsten Korruptionsskandalen wieder auf dem richtigen Kurs.

FIFA-Boss
Joseph Blatter sieht die FIFA wieder auf dem richtigen Kurs. Foto: Mohamed Messara
dpa

«Ich bin ein Optimist. Ich bin sicher, dass man schon auf dem Kongress sehen kann, dass wir zurück im Hafen sind und nun in ruhiges und klareres Gewässer steuern», sagte Blatter vor der Versammlung aller 208 FIFA-Mitgliedsverbände in Ungarn.

Mit einem Selbstreinigungsprozess und einer auf zwei Jahre angelegten Reform-Road-Map will der 76 Jahre alte Schweizer dem zuletzt heftig kritisierten und angeschlagenen Verband wieder zu Glaubwürdigkeit und Transparenz verhelfen. «Die Veränderung hat im letzten Jahr angefangen. Wir haben, direkt oder indirekt, fünf Mitglieder des Exekutivkomitees verloren. Das ist eine große Zahl und wir haben neue Mitglieder dazugewonnen», sagte Blatter.

Auf dem Kongress sollen die neuen FIFA-Statuten verabschiedet werden, die unter anderem eine Umstrukturierung der Ethikkommission in zwei Kammern (Anklage und Gericht) vorsehen. Aus der skandalumwitterten FIFA-Exekutive sind Ricardo Teixeira (Brasilien), Jack Warner (Trinidad & Tobago), Mohamed bin Hammam (Katar), Amos Adamu (Nigeria) und Reynald Temarii (Tahiti) ausgeschieden.

Trotz der immer wieder aufflammenden Kritik an Blatter ist UEFA-Chef Michel Platini überzeugt, dass der Schweizer bis 2015 im Amt bleibt. Ob er Nachfolger werden will, ließ der 56-Jährige erneut offen. «Ich weiß es noch nicht, es ist keine einfache Entscheidung. Aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit», sagte Platini der dpa.

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