02. Mai 2012

Boomende Bundesliga: Bestmarke bei den Zuschauerzahlen

Düsseldorf (dpa) - Die Bundesliga hat ihren Ruf als Premiumprodukt des deutschen Sports untermauert. In der Saison 2011/2012 passierten mehr Fans denn je die Stadiontore. Mit bisher 13 362 865 Zuschauern wurde die Bestmarke aus dem Vorjahr schon vor dem letzten Spieltag um über 300 000 übertroffen.

Zufrieden
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke freut sich über den Zuschauerandrang in Dortmund. Foto: Bernd Thissen
dpa

Das ergaben Berechnungen der Nachrichtenagentur dpa. Im Schnitt wurden 44 992 Tickets pro Partie für die bestbesuchte Liga in Europa verkauft (2010/11: 42 655). Damit verzeichnete die Spielklasse zum zweiten Mal in Serie einen Rekordwert.

Erstmals in der 49-jährigen Liga-Geschichte gelang es einem Club, mehr als 80 000 Karten pro Spiel abzusetzen. Bei der Übergabe der Meisterschale am Samstag im Spiel gegen den SC Freiburg wird das 80 700 Zuschauer fassende Stadion von Borussia Dortmund in dieser Bundesliga-Saison zum 13 Mal ausverkauft sein. «Das macht uns stolz. Es ist eine Auszeichnung für unsere Fans und gut für unser Image», kommentierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Laut einer unlängst veröffentlichten Rangliste von «stadionwelt.de» avancierte der Revierclub damit nicht nur zum nationalen, sondern auch zum europäischen Zuschauerkrösus und verdrängte mit einem Schnitt von knapp über 80 500 Fans Seriensieger FC Barcelona auf Rang zwei. Der BVB toppte seinen eigenen Bundesligarekord aus der Spielzeit 2003/2004, als im Schnitt 79 647 Besucher in die damals noch 83 000 Zuschauer fassende Arena kamen.

Genau wie in der Bundesliga-Punktetabelle belegen der FC Bayern München (69 000) und der FC Schalke (61 214) in der Zuschauerrangliste mit deutlichem Abstand zu Spitzenreiter BVB die Plätze zwei und drei. Am Ende rangieren 1899 Hoffenheim (28 026), der VfL Wolfsburg (27 614) und der SC Freiburg (22 676).

Im Vergleich zu dem bisher schlechtesten Zuspruch in der Saison 1972/73 mit einem Schnitt pro Spiel von nur 17 468 sind die Zuwächse gigantisch. Das größte Plus in dieser Saison verzeichnete der VfB Stuttgart, dessen Erwartungen bei einem Schnitt von 54 876 deutlich übertroffen wurden. Das sind pro Partie rund 16 000 Zuschauer mehr als in der vergangenen Spielzeit. Dabei profitierten die Schwaben allerdings vom Ende der Umbauarbeiten im Stadion.

Bei Borussia Mönchengladbach lockte der sportliche Höhenflug so viele Zuschauer wie noch nie in den Borussia-Park. Im Durchschnitt kamen 51 819 Besucher zu den 17 Heimspielen, teilte der Tabellenvierte am Montag mit. Der bisherige Rekord stand bei 49 183 in der Saison 2004/05.

Ob die Bundesliga in der kommenden Saison für den dritten Bestwert in Serie sorgen kann, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Das Stadion des Aufsteigers SpVgg Greuther Fürth hat bisher nur 15 000 Plätze. Das dürfte den Schnitt drücken.

Zuschauer-Entwicklung Fußball-Bundesliga:

SaisonZuschauerpro Spiel (jeweils 306 Saisonspiele)
2011/12*13 362 86544 992
2010/1113 051 79642 652
2009/1013 006 48942 504
2008/0913 016 84842 538
2007/0812 069 82439 443
2006/0712 226 61039 956
2005/0612 477 00140 774
2004/0511 568 78837 806
2003/0411 469 16737 480
2002/0310 464 64934 198
2001/0210 107 06333 029
2000/019 459 00230 911

Die niedrigsten Besucherzahlen in der Bundesliga seit 1963/64:

SaisonZuschauerpro Spiel (jeweils 306 Saisonspiele)
1972/735 345 26817 468
1985/865 627 91818 391
1971/725 724 47818 707
1988/895 793 92618 934

* Zahlen vor dem 34. Spieltag.

Daten für die Saison 2011/12 vorläufig nach Angaben der Vereine, andere Zahlen offiziell laut DFL

Liste der Top 30 in Europa

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Fußball-Tabellen
Sporttabellen Fußball