21. April 2012

Chelsea mauert erneut: 0:0 beim FC Arsenal

London (dpa) - Mit einem ähnlichen Abwehrbollwerk wie gegen den FC Barcelona hat sich der FC Chelsea in der englischen Fußballliga ein 0:0 beim FC Arsenal erkämpft.

Nullnummer
Chelseas Interimscoach Roberto di Matteo und sein Team kamen gegen den FC Arsenal nur zu einem 0:0. Foto: Andy Rain
dpa

«Unter diesen Umständen mit zuletzt drei Spielen in weniger als sechs Tagen ist ein Punkt im Emirates Stadium ein gewonnener Punkt», sagte Chelsea-Interimscoach Roberto di Matteo - obwohl die Blues weiter Tabellensechster sind und um den Wiedereinzug in die Champions League bangen müssen. «Wir sind noch im Rennen und kämpfen bis zum Ende um ein Top-Vier-Finish.»

Arsenal (65 Punkte) liegt weiter auf Rang drei, erster Verfolger der Gunners im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation ist Newcastle United (62) nach einem 3:0 gegen Stoke City. Tottenham Hotspur unterlag bei den Queens Park Rangers mit 0:1 und setzte seine Talfahrt fort. Mit 59 Zählern rangieren die Nordlondoner auf Platz fünf, einen Zähler vor Chelsea (58). Arsenal hat ein Spiel mehr bestritten als das Verfolger-Trio.

Drei Tage nach dem 1:0-Coup im Halbfinal-Hinspiel der «Königsklasse» gegen Barça bekamen viele Chelsea-Stars Verschnaufpausen. Di Matteo rotierte in der Startelf gegen Arsenal auf acht Positionen - so stürmte etwa Fernando Torres für Didier Drogba (Knieblessur).

Arsenal-Trainer Arsène Wenger lästerte mit Blick auf Chelseas bevorstehendes Rückspiel im Camp Nou: «Sie haben schon geübt für Dienstag.» Der Elsässer sprach von einem «unfairen Resultat» - zumal er einen ungeahndeten Elfmeter gesehen haben wollte nach einem Foul von Gary Cahill an Gunners-Kapitän Robin van Persie (80. Minute).

Allerdings war Arsenal zum Auftakt des 35. Spieltags auch allzu fahrlässig mit seinen Chancen umgegangen: van Persie, der beim 5:3 im Hinspiel ein Dreierpack erzielt hatte, schoss in der 13. Minute aus nächster Nähe nur an den Pfosten. Kurz vor Schluss vertändelte der niederländische Nationalstürmer und Premier-League-Toptorjäger eine weitere Riesenmöglichkeit (86.). Der französische Verteidiger Laurent Koscielny hatte per Kopfball nur die Latte getroffen (42.).

Wenger, der schon am Montag die ärgerliche 1:2-Heimpleite gegen Wigan Athletic verkraften musste, warnte vor Nachlässigkeit im Saisonendspurt: «Wir müssen jetzt alle restlichen Spiele gewinnen.»

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