07. November 2012

Gladbach kämpft um Verbleib in der Europa League

Marseille (dpa) - Ende oder Wende in der Europa League: Für Borussia Mönchengladbach steht der Verbleib im internationalen Wettbewerb auf dem Spiel.

Vorteil
Die Gladbacher Nordtveit (l) und Rupp möchten Ayew wie im Hinspiel nicht zur Entfaltung kommen lassen. Foto: Roland Weihrauch
dpa

«Wir dürfen auf keinen Fall verlieren und müssen alles geben», sagte Borussen-Profi Roel Brouwers vor der Partie beim französischen Spitzenclub Olympique Marseille am Donnerstag. Nach dem Aus im DFB-Pokal und einer mittelmäßigen Platzierung in der Liga wollen die Gladbacher ihre internationale Chance auf jeden Fall nutzen. «Noch ist alles möglich. Wir müssen unbedingt punkten, weil wir im direkten Duell mit Marseille vorne bleiben wollen», sagte Abwehrchef Martin Stranzl.

Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die mit vier Zählern punktgleichen Franzosen können die Gladbacher im Erfolgsfall für die nächste Runde planen. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Limassol wäre die K.o.-Runde dann vor dem abschließenden Gruppenspiel beim aktuellen Tabellenführer Fenerbahce Istanbul erreicht. Bei einem Remis müssten wohl noch zwei Siege her, bei einer Niederlage ist das Ausscheiden sehr wahrscheinlich.

Vor dem 18. Pflichtspiel seit Saisonbeginn muss Trainer Lucien Favre die Belastung im Team verteilen. Rechtsverteidiger Tony Jantschke ist nach seiner Gehirnerschütterung wieder ein Kandidat für die Startelf. Filip Daems, der schon am vergangenen Samstag pausieren musste, trat wegen einer Bauchmuskelverletzung die Reise nach Marseille nicht an.

Der Kapitän weiß aber, was auf sein Team an der sonnigen Mittelmeerküste zukommt. «Ich vermute, dass Marseille anfangs sehr viel Gas geben wird, weil sie ihr Heimspiel unbedingt gewinnen wollen. Ich hoffe, dass wir das nutzen können, um den ein oder anderen Konter zu setzen», sagte Daems, der im Hinspiel mit einem verwandelten Elfmeter den Sieg einleitete. Sein Vertreter dürfte erneut der Schwede Oscar Wendt sein.

Favre weiß, was auf dem Spiel steht. «Jeder kann die Tabelle lesen. Wir müssen punkten», sagte der Coach vor dem Abschlusstraining am Mittwochabend in Marseille. Die Gladbacher erwarten einen offensiven Gegner, der versuchen wird, den direkten Vergleich mit einem hohen Sieg für sich zu entscheiden. «Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie, weil wir sie im Hinspiel geschlagen haben. Aber auch ein Sieg wäre noch keine Vorentscheidung», meinte Mittelfeldspieler Thorben Marx, dem wieder eine zentrale Rolle zukommt. «Ich freue mich, dass ich wieder gebraucht werde», sagte Marx.

Olympique Marseille hat sich in der Liga nach einem 2:0-Erfolg am Wochenende beim AC Ajaccio wieder auf den zweiten Tabellenplatz hinter Paris St. Germain vorgeschoben. Die Treffer erzielten die Brüder Andre und Jordan Ayew. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Olympique Lyon kann der Champions-League-Viertelfinalist des Vorjahres sogar die Tabellenspitze in der Ligue 1 erklimmen. «Wir dürfen keine einfachen Fehler machen, müssen sehr konzentriert spielen und physisch stark auftreten», meinte Borussias Innenverteidiger Alvaro Dominguez.

Voraussichtliche Aufstellungen

Olympique Marseille: Mandanda - Abdallah, N'Koulou, Mendes, Morel - Cheyrou, Kabore - Amalfitano, Valbuena, A. Ayew - Remy

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Rupp, Arango - Herrmann, de Camargo

Schiedsrichter: Kruzliak (Slowakei)

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