1:0 im Heimspiel gegen Mainz
23. September 2018

Havertz führt Bayer Leverkusen zum ersten Saisonsieg

Kai Havertz ist der Mann für die besonderen Momente bei Bayer Leverkusen. Der Jungstar führt sein Team mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Mainz 05 zum ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Schon in der Europa League war er der entscheidende Spieler.

Leverkusen (dpa) - Heiko Herrlich konnte kaum noch hingucken. Die vier Minuten Nachspielzeit beim 1:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 waren für den Trainer von Bayer Leverkusen nervenaufreibend: «Natürlich war es nicht angenehm, da zuzuschauen.»

Also musste er bis zum Abpfiff zittern und bangen - und als der dann endlich ertönte, gönnte sich der 46-Jährige im Bewusstsein des ersten Bundesliga-Saisonsieges ein kleines Lächeln.

Bei der Fußball-Werkself herrschte Erleichterung, vor allem dank Kai Havertz. Der 19-Jährige beendete mit seinem Treffer in der 62. Minute die Bayer-Krise nach zuvor drei Niederlagen. Bescheiden hielt er anschließend fest, dass es ihm weniger um eigene Tore geht: «Ich bin froh, dass ich der Mannschaft so helfen kann. Wer dann trifft, ist nicht so wichtig.»

Havertz ist derzeit der Mann für die besonderen Bayer-Momente. Schon drei Tage zuvor hatte der Jung-Nationalspieler mit zwei Toren entscheidenden Anteil am 3:2-Sieg in der Europa League bei Ludogorez Rasgrad in Bulgarien. Die Mainzer indes kassierten die erste Niederlage dieser Spielzeit und auswärts die 100. in ihrer Erstligageschichte.

Eines wurde am Sonntag vor 27.473 Zuschauern offenbar: Das Herrlich-Team ist noch nicht so stabil, wie es sich der Trainer wünscht. «Man hat gesehen, dass wir ein bisschen nervös sind», bekundete Torwart Lukas Hradecky. Das galt für die zweiten 45 Minuten, in denen sich auch der physische Verschleiß nach dem anstrengenden Bulgarien-Trip bemerkbar machte. «Die Reise hat sehr viel Kraft gekostet. Da tut der Sieg halt auch mal gut», sagte Bayer-Innenverteidiger Sven Bender.

Herrlich bewertete ihn als verdient, obwohl er bekannte, dass seine Mannschaft lediglich in den ersten 45 Minuten Fußball spielte und in dieser Phase «zwei oder drei Tore hätte machen können oder sogar müssen». In den zweiten 45 Minuten habe sein Team dann «Fußball gearbeitet».

Die Mainzer nötigten die Rheinländer regelrecht dazu. Vor der Pause blieb der FSV mit einer Ausnahme völlig ungefährlich. «Danach hat man gesehen, warum Mainz schon sieben Punkte hat», kommentierte Herrlich den Wandel in der Elf seines Kollegen Sandro Schwarz, der die Niederlage als «ärgerlich» einstufte: «In unserer besten Phase bekommen wir das Gegentor.»

Die Gäste deuteten direkt nach dem Seitenwechsel an, dass sie auch Offensive können: Der eingewechselte Robin Quaison schockte Bayer, als er nach einem Doppel-Fauxpas von Jonathan Tah und Hradecky die Führung erzielte. Der Videobeweis bewahrte Leverkusen vor dem Gegentreffer: Quaison war mit der Hand am Ball.

«Das war ein komplett anderes Spiel», sagte FSV-Kapitän Stefan Bell zur Vorstellung seines Teams nach der Pause, als es mit viel Mut nach vorn agierte. «Das haben wir sehr gut gemacht», lobte Schwarz. «Leider ist da zu wenig bei rumgekommen», hielt Bell hinterher fest.

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