21. April 2012

Köln schöpft nach 1:1 gegen Stuttgart neue Hoffnung

Köln (dpa) - Es war ein deutliches Lebenszeichen nach der schlimmen Bilanz von 4:20 Toren und fünf Pleiten aus sechs Bundesligaspielen. Lukas Podolski stimmte das 1:1 (0:0) seines 1. FC Köln gegen den damit endgültig für die Europa League qualifizierten VfB Stuttgart aber nicht restlos zufrieden:

1. FC Köln - VfB Stuttgart
Der Kölner Lukas Podolski köpft den Ball auf das Stuttgarter Tor um Keeper Sven Ulreich. Foto: Rolf Vennenbernd
dpa

«Wir hätten den Sieg absolut verdient gehabt. Wir müssen mit dem Punkt leben», sagte der Fußball-Nationalstürmer. Aber es gibt Hoffnung - und wenn es nach Podolski geht, sogar auf mehr als nur den Relegationsplatz. Er setzt auf Schalker Schützenhilfe am Sonntag in Augsburg und auf einen FC-Erfolg in Freiburg: «Ich bin überzeugt, dass wir da drei Punkte mitnehmen», blickte Podolski auf die nächste Aufgabe. «Und dann schauen wir auf das letzte Spiel.» Am 5. Mai kommen die Bayern nach Müngersdorf.

Noch zwei oder vier Begegnungen der Kölner - die Tendenz spricht für die Mehrzahl. «Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Relegation gehen», sagte FC-Hauptgeschäftsführer Claus Horstmann nach den Treffern von Slawomir Peszko (50. Minute) und VfB-«Joker» Cacau (71.) vor 50 000 Zuschauern. Schaefer blieb nach seinem Heimdebüt nur eines übrig: zwei Punkten nachzutrauern. «Wir hätten uns für den Auftritt mit einem Dreier belohnen können», sagte er.

Der VfB blieb zum zehnten Mal nacheinander ungeschlagen und nahm das Remis gern mit. «Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein», kommentierte Manager Fredi Bobic das 1:1, mit dem alles klar ist: Stuttgart spielt international. Bobic: «Die Qualifikation haben wir in der Tasche.» Bei den Bayern und zum Schluss gegen Wolfsburg gibt es jetzt nur noch ein Ziel: Platz fünf zu sichern.

In Köln übernahm der VfB sofort das Kommando und drängte die Gastgeber in die Defensive. Durch Vedad Ibisevic gab es früh (6.) einen Warnschuss für den FC. Doch den Angriffsaktionen der Elf von Bruno Labbadia fehlte es an Genauigkeit. Köln konnte sich anfangs nur selten aus der Umklammerung lösen und hatte erst durch Podolskis zu schwachen Kopfball eine Chance (28.).

Als aus Berlin das 1:0 und später das 2:0 für Kaiserslautern bekannt wurde, wachte das Publikum auf. Der FC bekam durch den ehemaligen Stuttgarter Martin Lanig (32.), Podolski (34.) und Pedro Geromel (36.) weitere Möglichkeiten gegen einen nachlassenden VfB, bei dem Gotoku Sakai kurz vor der Pause einen Aussetzer im eigenen Strafraum hatte, ohne dass Köln hieraus Kapital schlagen konnte.

Im Beisein von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kam ein beflügelter FC zurück. Christian Clemens (49.) zwang VfB-Schlussmann Sven Ulreich zu einer Glanzparade. Doch kurz danach war er machtlos: Peszko verwertete Podolskis Pass zum 1:0. Dann verhinderte Michael Rensing gegen den eingewechselten Cacau zunächst das 1:1 (60.). Jetzt war die Begegnung ein offener Schlagabtausch, in dem Podolski (62.) mit einem abgefälschten Freistoß und zwei Minuten danach mit einem Fernschuss scheiterte. Bei Miso Breckos Flachschuss (66.) war Ulreich abermals auf dem Posten. Fünf Minuten später dann der Rückschlag für Köln: Cacau glich mit einem «Billardtor» aus.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 36,3 - 63,7

Torschüsse: 19 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 55,2 - 44,8

Fouls: 12 - 17

Ecken: 9 - 4

Quelle: optasports.com

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