30. Dezember 2013

Moniz Favorit auf Slomka-Nachfolge bei Hannover 96

Hannover (dpa) - Der Niederländer Ricardo Moniz soll laut übereinstimmenden Medienberichten neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 werden.

Kandidat
Ricardo Moniz verhandelt mit Hannover 96. Foto: Sergey Dolzhenko
dpa

Sportdirektor Dirk Dufner bestätigte Verhandlungen mit dem ehemaligen Interimscoach des Hamburger SV. «Ja, es gab ein Treffen. Wir treffen uns mit mehreren potenziellen Kandidaten. Moniz ist einer», sagte Dufner «bild.de». Auch die «Neue Presse» und «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichteten über fortgeschrittene Gespräche.

Moniz passt in das Profil der Niedersachsen, die als Nachfolger für den geschassten Mirko Slomka einen Deutsch sprechenden Coach suchen und laut Clubchef Martin Kind eine «mutige Entscheidung» bevorzugen. Zudem könnte der 49-Jährige sofort beginnen und müsste nicht aus einem Vertrag herausgekauft werden. Offensichtlich war dies ein Problem beim ebenfalls gehandelten Murat Yakin vom FC Basel. «Hannover ist nicht uninteressant. Aber ein Wechsel im Winter kein Thema», sagte der frühere Profi des VfB Stuttgart der «Bild».

Moniz hatte im April 2010 den HSV interimsweise übernommen. Als Chefcoach von Red Bull Salzburg gewann der Niederländer 2012 das österreichische Double aus Meisterschaft und Pokal. Zuletzt war er bei Ferencváros Budapest in Ungarn beschäftigt, musste dort aber Anfang Dezember gehen. Hannover will nach der Trennung von Slomka am vergangenen Freitag noch in dieser Woche einen neuen Trainer präsentieren. Am Sonntag ist Trainingsauftakt bei 96.

Die Trainersuche hatte sich in den vergangenen Tagen als schwierig erwiesen. Der Wunschkandidat von Clubchef Kind, der frühere Bremer Thomas Schaaf, hatte bereits abgesagt, als Slomka noch im Amt war. Auch die Zweitliga-Trainer Frank Kramer (Fürth) und André Breitenreiter (Paderborn), die bei Dufner und Kind hoch im Kurs standen, erwiesen sich wegen ihrer Verträge schnell als nicht realisierbar. Kind hatte daher am Wochenende angekündigt, sich auf den europäischen Markt zu konzentrieren.

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