23. Juli 2013

München empfängt Thiago und Götze - Hunger auf Titel

München (dpa) - Mit großem Jubel haben tausende Fans des FC Bayern München die Neuzugänge Thiago Alcántara und Nationalspieler Mario Götze bei der Team-Präsentation begrüßt. Das neue Bayern-Team zeigte sich zwei Tage nach dem Erfolg beim Telekom Cup erstmals komplett in der heimischen Allianz Arena.

Empfang
Die Neuzugänge Thiago, Mario Götze und Jan Kirchhoff werden in der Arena begrüßt. Foto: Andreas Gebert
dpa

Das Signal an die Konkurrenz ist nach der vergangenen Traumsaison deutlich: Mit den beiden Verstärkungen im Mittelfeld und dem neuen Trainer Pep Guardiola haben sich die Bayern für weitere Titel verstärkt. «Wir sind bereit, wir sind gerüstet», sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Schon an diesem Samstag wollen die Münchner Triple-Sieger im Fußball-Supercup gegen Dauer-Konkurrent Borussia Dortmund das erste «Titelchen» perfekt machen.

Mit Götze und Bastian Schweinsteiger, der bei den bisherigen Bayern-Auftritten ebenfalls noch fehlte, wird der Champions-League-Sieger noch stärker werden. «Ich freue mich, wenn ich endlich trainieren kann», sagte der Ex-Dortmunder, der derzeit noch in der Reha ist und kaum bis zum Bundesliga-Start in zweieinhalb Wochen gegen Borussia Mönchengladbach fit werden dürfte.

Doch von den Vorschusslorbeeren, die die Bundesliga-Konkurrenz spätestens nach den Auftritten des bayerischen Starensembles beim Telekom Cup verteilte, will beim Rekordmeister niemand etwas wissen. «Meilenweit» sei der FC Bayern allen in der Liga voraus, hatte etwa Leverkusens Sportchef Rudi Völler betont - «sportlich wie wirtschaftlich».

Dem hielt Vorstandschef Rummenigge auf der Bayern-Homepage entgegen: «Wir sollten nicht den Fehler machen und uns für gute Leistungen rechtfertigen. Vom Trainer über die Spieler bis hin zum Management ist es unser aller Aufgabe, unseren Job so gut wie möglich zu machen.» Und Sport-Vorstand Matthias Sammer wiegelte - noch - ab: «Falls wir in ein paar Jahren wirklich alles abgeräumt haben sollten, könnte man darüber reden, dass wir die Liga erdrücken würden.»

Mit Blick auf die kommende Saison hofft so mancher Bundesliga-Konkurrent wohl insgeheim darauf, dass sich der Meister aus München angesichts des unglaublich gewachsenen teaminternen Konkurrenzkampfes selbst das Leben schwer machen. Nichts da, meint Rummenigge. «Ich kann alle beruhigen! Wir werden das genauso wie im letzten Jahr mit großer Souveränität und Disziplin lösen. Ich bin überzeugt, es wird nicht einen einzigen Spieler geben, der aus der Reihe tanzt.» Die Linie ist klar: Star ist der Trainer: «Wenn die Spieler akzeptieren, dass ich der Boss bin, wird alles gut», sagt Guardiola.

Sollten sich die Münchner tatsächlich nicht selbst im Wege stehen, könnte die neue Bundesliga-Saison ähnlich langweilig werden wie die vergangene, als Guardiolas Vorgänger Jupp Heynckes das Team zum Triple mit dem Champions-League-Sieg, der Meisterschaft und dem Pokal-Erfolg führte. «Durch die hohe Qualität der Mannschaft kann sich keiner zurücklehnen. Jeder, der satt ist, hat einen hinter sich stehen, der hungrig ist», setzt Rummenigge auf den Konkurrenzdruck. Da war es wieder das aktuelle Mantra-Wort der Guardiola-Bayern: Hungrig.

Der Neu-Trainer feilt derweil weiter an seinem veränderten Spielsystem. «Es gibt noch einige Dinge zu verbessern, wir sind erst am Anfang», hatte der Coach nach den furchteinflößenden Auftritten am Wochenende betont. Für die Konkurrenz ist das wirklich keine gute Kunde.

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