24. September 2014

Niersbach strebt Amt in FIFA-Exekutive an

Berlin (dpa) - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach strebt eine Funktion im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA an.

DFB-Präsident
Wolfgang Niersbach könnte in die FIFA-Exekutive gewählt werden. Foto: Patrick Seeger
dpa

«Ich habe eine gewisse Bereitschaft und Offenheit für das Thema», sagte der 63-Jährige der Nachrichtenagentur dpa vor der Sitzung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag in Berlin. Er wolle aber der Entscheidung des Präsidiums nicht vorgreifen.

Der DFB muss sich bis zum 24. Januar auf einen Nachfolgekandidaten für Theo Zwanziger in der FIFA-Exekutive geeinigt haben. Der Abschied des ehemaligen DFB-Präsidenten aus dem Führungsgremium im Mai 2015 steht fest. Dies hatte der 69-Jährige mehrfach angekündigt.

Reinhard Rauball, der Präsident des Liga-Verbandes, hatte in der «Sport Bild» erklärt, Niersbach habe in internen Gesprächen durchblicken lassen, sich zur Verfügung zu stellen, sollte das DFB-Präsidium ihn offiziell zur Wahl vorschlagen.

Niersbach bekräftigte vor den Mitgliedern des Sportausschusses die Bereitschaft, dass sich der DFB für die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2024 bewerben wird. «Daran hat sich nichts geändert», sagte der DFB-Präsident. Das Vorhaben sei bei Bundesinnenminister Thomas de Maizière hinterlegt.

Der DFB werde Berlin oder Hamburg im Falle einer Olympia-Bewerbung unterstützen. «Wenn der DOSB mit Berlin oder Hamburg ins Rennen gehen sollte, werden wir dieses Vorhaben unterstützen. Es hätte unsere große Sympathie», betonte Niersbach. Zudem sei im deutschen Sport noch niemand an den DFB herangetreten, im Falle einer Olympiabewerbung das Vorhaben Fußball-EM zurückzuziehen.

Der Kritik an der Vergabe von vier Partien der paneuropäischen Fußball-EM 2020 an die aserbaidschanische Hauptstadt Baku wollte sich Deutschlands höchster Fußball-Funktionär nicht anschließen. «Dazu hat es eine demokratische Abstimmung der UEFA-Exekutive gegeben», bemerkte Niersbach und fügte hinzu: «Aserbaidschan ist ein Vollmitglied in der UEFA und hat insofern das Recht, sich zu bewerben.» Baku wird wie München, St. Petersburg und Rom jeweils drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale bei der EM 2020 ausrichten. Vor dem Hintergrund von Menschenrechtsverletzungen hatte es Vorbehalte gegen Baku als EM-Austragungsort gegeben.

Die Äußerung Zwanzigers zur Fußball-WM in Katar kommentierte Niersbach nur knapp: «Das ist seine persönliche Meinung.» Sein Amtsvorgänger an der Spitze des DFB-Präsidiums hatte jüngst erklärt, er glaube, «dass die WM 2022 am Ende nicht in Katar stattfinden wird».

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Fußball-Tabellen
Sporttabellen Fußball